Brüno

brünoSacha Baron Cohen besser bekannt als Ali G oder Borat ist gerade mit seinem neuen Werk Brüno in den Kinos zu sehen. Die Figur Brüno stellt einen schwulen, österreichischen, modeverrückten Moderator dar, der auch schon aus der Ali G Show bekannt sein dürfte, ähnlich wie die Figur Borat. Der ganze Film ist vom Aufbau her ebenfalls sehr stark an Borat angelegt und funktioniert deshalb auch genau so gut. Anders als Ali G in da House, Cohens erster Film, sind Borat und Brüno eher mit sozialkritischen Dokumentationen zu vergleichen. Auf eine traditionelle Studioproduktion wurde zum größten Teil verzichtet. Die meisten Aufnahmen sind real gedreht, also eine Art versteckte Kamera die das Verhalten realer Personen auf einen teilweise makaberen Sachverhalt darstellen.

Ob das natürlich wirklich alles so aufgenommen wurde kann ich nicht sagen, ich denke aber zumindest ein großer Teil davon ist echt. Einiges hingegen wurde auf jeden Fall( wenn auch nur zum Teil) inzieniert, wie die Talkshow oder der Ringkampf. Die Reaktionen der Personen sind wahrscheinlich schon echt aber das ganze Event bzw. die Show wurden entweder selbst auf die Beine gestellt oder mit den Machern abgesprochen.

Die Geschichte um den homosexuellen Österreicher Brüno der nach seinem Rauswurf bei Österreichs Nr.1 Schwulensendung Funky-Zeit versucht in Amerika den großen Durchbruch zu schaffen ist durchaus amüsant aber nicht besonders füllend. Dafür folgt ein Lacher auf den anderen, der Film wird für keine Sekunde langweilig. Die absoluten Highlights waren meiner Meinung nach als Brüno in einer Talkshow über sein adoptiertes Kind sprach oder als er einen Swingerclub besuchte.

Sacha Baron Cohen ist nicht nur der Hauptdarsteller sondern auch der ausführende Produzent und der Drehbuchautor. Nach Borat wurde es für ihn aber sehr schwierig unerkannt zu drehen. Auch wenn es ein Humor ist den wahrscheinlich nicht jeder versteht oder nicht jeder darüber lachen kann. Schwarzer Humor bekommt eben nicht jeden, vor allem nicht solchen Religiösen Typen die gleich beleidigt sind.

Wenn man die Figuren Borat und Brüno vergleicht schneidet Borat ein wenig besser ab, da gerade das Thema Ausländerfeindlichkeit zu der Zeit des Irak-Krieges perfekt getroffen wurde.  Auch war es für Cohen einfacher zu drehen, da er zu diesem Zeitpunkt noch nicht so bekannt war.

Fazit: Brüno ist Borat sehr ähnlich aber dennoch gelungen. Auch wenn einige Szenen leicht gestellt wirken und der Humor teilweise deutlich unter die Gürtellinie geht bietet der Film viele gute Lacher und ist einen Kinobesuch auf jeden Fall wert.

1 Kommentar

  1.  

    blu ray player said

    August 4 2009 @ 21:38

    Ich fan diesen Film nach Borat eher schlecht. Es war das Geld für den Eintritt nicht wert.

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