Archive for Juli, 2010

Rampage – Rache ist unbarmherzig

rampageWas kann man eigentlich von einem Film des Regisseurs Uwe Boll erwarten? Es gibt wohl kaum einen schlechteren Namen in der Filmbranche, Boll erhielt sogar die Goldene Himbeere in der Kategorie „Schlechtestes bisheriges Lebenswerk“. Doch irgendwie kann ich den ganzen Rummel nicht verstehen, klar sind die meisten seiner Filme keine Meisterwerke doch hin und wieder ist ein richtig interessanter Titel dabei. So hat mir Postal schon recht gut gefallen und der neue Titel Rampage schockiert zumindest richtig.

Uwe Boll verarbeitet in Rampage das heikle Thema „Amoklauf“ auf eine zum Teil ironische und ernste Art. Es geht um den eher unscheinbaren Bill, er ist 23 Jahre alt, wohnt noch zu Hause, jobbt in einer KFZ Werkstatt, eben auf den ersten Blick ein ganz normaler Typ. Doch Bill ist mit seinem Leben irgendwie nie so richtig zufrieden, seine Eltern gehen ihm immer wieder mit den selben Sprüchen (wie er solle doch endlich erwachsen werden und ausziehen u.s.w.) auf die nerven. Sein Arbeitgeber behandelt ihn schlecht, sein bester Freund quatscht ihn dauernd mit irgendwelchen Revolutionären Gedankengut voll, unternimmt aber nichts. Doch Bill hat einen Plan, einen erschreckenden Plan, denn er will ein für alle Mal ein Zeichen setzen.

Das erste drittel des Films behandelt das soziale Umfeld von Bill und lässt so manche Hintergründe erahnen. Jedoch fehlt ihr das ein oder andere, die Ansätze sind da doch werden nicht konsequent zu Ende geführt.

Später wird ein Szenario dargestellt das erschreckend nah an der Realität ist. Bill nimmt ein Bekenner Video auf, unternimmt erste Schießversuche im Wald baut sich eine Rüstung im Stil diverser Ego Shooter.

Der Amoklauf an sich ist natürlich mit aller Brutalität und Direktheit dargestellt wobei die ungeschnittene Version erschreckt, da Uwe Boll den Täter nicht als den typischen „Bösen“ darstellt. Er versucht die diversen Hintergründe glaubhaft darzustellen und macht somit den Täter Bill Menschlich. Um nicht zu viel zu verraten hör ich jetzt auf, nur eins vielleicht noch es gibt nur sehr wenige Filme wo das Böse gewinnt, doch das ist  zumindest mal ne Abwechslung zu diesen ganzen aufgesetzten und völlig überzogen Happy Ends. Das dieser Film, wie vielleicht vorher kaum ein anderer die Gemüter erhitzen könnte und Diskussionen auslösen wird sehe ich schon deutlich vor mir doch die Leute sollten dabei nie vergessen das es nur ein Film ist.

Fazit: Rampage ist ein Film der zweifelsohne schockiert aber noch deutlich mehr zu bieten hat.  Uwe Bolls bisher bestes Werk sollte nicht von Leuten mit schwachen nerven oder Minderjährigen gesehen werden, da diese den Film eventuell falsch interpretieren könnten, alle anderen sollten sich unbedingt die Unzensierte Version anschauen, denn in der deutschen Version fehlen über 5 Minuten.

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Kampf der Titanen

kampf der titanenWieder mal ein Remake, scheinbar gibt es mittlerweile wirklich keine guten Ideen oder Drehbuchschreiber in Hollywood mehr. Doch den originalen Kampf der Titanen(von 1981) hab ich nie gesehen (leider?) daher kann ich ganz unvoreingenommen ein Review schreiben. Aber zuerst mal vorweg Kampf der Titanen ist kein zweiter 300 auch wenn der Trailer einem etwas anderes erzählen will. Wer den Film mit 300 vergleicht wird mit aller Sicherheit enttäuscht sein.

Kampf der Titanen erzählt die Geschichte der Perseussage bzw. über den Sohn des Zeus. Der Titel lässt zwar etwas ganz anderes erwarten, da die Titanen(die alten griechischen Götter), in diesem Film überhaupt nicht vor kommen. Aber egal der Film beginnt als ein Fischer eine sargähnliche Truhe findet, darin ist eine Frau mit einem Kind. Die Frau ist schon verstorben, doch das Kind erfreut sich scheinbar bester Gesundheit. Der Fischer zieht das Kind ,als ob es sein eigenes wäre, auf.  17 Jahre später wird der Fischer und seine Familie durch den Gott der Unterwelt Hades getötet.  Der gefundene Sohn Perseus schwört Rache und macht sich auf, Hades und die anderen Götter zu töten. Dabei kommt er durch eine Stadt die sich Argos nennt. Der König selbst soll entscheiden wie es mit Perseus weiter geht. Dabei rebelliert die Königin von Argos gehen die Götter und erklärt ihre Tochter Andromedar aufgrund ihrer Schönheit zur Göttin. Darauf hin erscheint Hades erneut und stellt die Stadt vor ein Ultimatum, entweder Andromedar wird den Göttern geopfert oder die Stadt wird durch einen riesigen Kraken zerstört. Perseus bekommt ein paar Männer gestellt und soll mit ihnen Hades aufhalten.

Das Geschichten aus der griechischen Mythologie das Publikum begeistern können ist ja schon seit 300 bekannt. Dennoch stört mich etwas an Kampf der Titanen. Ich würde zwar nie behaupten, dass diese tausende Jahre alte Geschichte langweilig ist, doch diese Interpretation wirkt schon sehr herzlos und teilweise auch langatmig. Wer die klassische Perseus Saga kennt wird die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, denn Kampf der Titanen interpretiert die Geschichte sehr frei und dreht sich alles wie es eben gerade gebraucht wird. Dafür sind die CGI Effekte sehr gut ausgearbeitet aber ob das für einen guten Film reicht? Kampf der Titanen will ja außerdem noch auf der wiedereinmal laufenden 3D Welle mit schwimmen. Dazu werde ich jetzt mal nichts mehr schreiben, denn wer meinen Blog regelmäßig liest weiß genau wie ich darüber denke.

Fazit: Kampf der Titanen lässt sich schwierig beurteilen, denn der Film hat so seine Momente und griechische Sagen kommen immer gut an. Auf der anderen Seite sind mir auch viele Sachen negativ aufgefallen, wie die Erzählweise oder die inhaltlichen Fehler. Wer jetzt im Sommer zu viel Zeit hat kann sich Kampf der Titanen ruhig ansehen alle anderen gehen bei diesen Temperaturen wohl lieber ins Freibad.

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