Archive for Action

Kampf der Titanen

kampf der titanenWieder mal ein Remake, scheinbar gibt es mittlerweile wirklich keine guten Ideen oder Drehbuchschreiber in Hollywood mehr. Doch den originalen Kampf der Titanen(von 1981) hab ich nie gesehen (leider?) daher kann ich ganz unvoreingenommen ein Review schreiben. Aber zuerst mal vorweg Kampf der Titanen ist kein zweiter 300 auch wenn der Trailer einem etwas anderes erzählen will. Wer den Film mit 300 vergleicht wird mit aller Sicherheit enttäuscht sein.

Kampf der Titanen erzählt die Geschichte der Perseussage bzw. über den Sohn des Zeus. Der Titel lässt zwar etwas ganz anderes erwarten, da die Titanen(die alten griechischen Götter), in diesem Film überhaupt nicht vor kommen. Aber egal der Film beginnt als ein Fischer eine sargähnliche Truhe findet, darin ist eine Frau mit einem Kind. Die Frau ist schon verstorben, doch das Kind erfreut sich scheinbar bester Gesundheit. Der Fischer zieht das Kind ,als ob es sein eigenes wäre, auf.  17 Jahre später wird der Fischer und seine Familie durch den Gott der Unterwelt Hades getötet.  Der gefundene Sohn Perseus schwört Rache und macht sich auf, Hades und die anderen Götter zu töten. Dabei kommt er durch eine Stadt die sich Argos nennt. Der König selbst soll entscheiden wie es mit Perseus weiter geht. Dabei rebelliert die Königin von Argos gehen die Götter und erklärt ihre Tochter Andromedar aufgrund ihrer Schönheit zur Göttin. Darauf hin erscheint Hades erneut und stellt die Stadt vor ein Ultimatum, entweder Andromedar wird den Göttern geopfert oder die Stadt wird durch einen riesigen Kraken zerstört. Perseus bekommt ein paar Männer gestellt und soll mit ihnen Hades aufhalten.

Das Geschichten aus der griechischen Mythologie das Publikum begeistern können ist ja schon seit 300 bekannt. Dennoch stört mich etwas an Kampf der Titanen. Ich würde zwar nie behaupten, dass diese tausende Jahre alte Geschichte langweilig ist, doch diese Interpretation wirkt schon sehr herzlos und teilweise auch langatmig. Wer die klassische Perseus Saga kennt wird die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, denn Kampf der Titanen interpretiert die Geschichte sehr frei und dreht sich alles wie es eben gerade gebraucht wird. Dafür sind die CGI Effekte sehr gut ausgearbeitet aber ob das für einen guten Film reicht? Kampf der Titanen will ja außerdem noch auf der wiedereinmal laufenden 3D Welle mit schwimmen. Dazu werde ich jetzt mal nichts mehr schreiben, denn wer meinen Blog regelmäßig liest weiß genau wie ich darüber denke.

Fazit: Kampf der Titanen lässt sich schwierig beurteilen, denn der Film hat so seine Momente und griechische Sagen kommen immer gut an. Auf der anderen Seite sind mir auch viele Sachen negativ aufgefallen, wie die Erzählweise oder die inhaltlichen Fehler. Wer jetzt im Sommer zu viel Zeit hat kann sich Kampf der Titanen ruhig ansehen alle anderen gehen bei diesen Temperaturen wohl lieber ins Freibad.

From Paris with Love

from Paris with LoveJa der Start von „From Paris with Love” ist schon ein ganzes Stück her dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen etwas über diesen Film mit John Travolta zu schreiben. Denn From Paris with Love ist auf jeden Fall sehenswert und das nicht nur weil das Drehbuch von Luc Besson geschrieben wurde.

Die Story dreht sich um das Leben des jungen Agenten James Reese, dass wohl eher unspektakulär verläuft. Er hat für einen Agenten einen eher ruhigen Posten und beschäftigt sich mit einfachen Aufgaben wie zum Beispiel Wagen beschatten oder Kennzeichen austauschen. Doch das alles ändert sich schlagartig als er einen besonderen  Anruf bekommt. James soll seinen neuen Partner Charlie Wax, einen Amerikanischen Agenten, vom Flughafen abholen und mit ihm zusammenarbeiten.

Doch dieser Typ ist das genaue Gegenteil von James er verhält sich ähnlich wie B.A. vom dem A-Team.  Die beiden besuchen ein China Restaurant und Wax zögert nicht den kompletten Laden auseinander zu nehmen nur um an ein paar Informationen zu kommen. Plötzlich sind beide in einen Drogenkrieg verwickelt. Aber eigentlich geht es um etwas ganz anderes. Eine Gruppe Terroristen versucht bei einem diplomatischen Treffen die gesamte US- Delegation auszuschalten. Und zufällig ist James Freundin, welche schon Jahre mit James zusammen lebt, die Terroristin, die den Anschlag ausführen soll. Als Wax ihre Freundin erschießt kann sie fliehen und eine rasante Verfolgung beginnt.

Die Story über die ungleichen Partner halte ich zwar für ausgelutscht, dennoch machte es einfach Spaß den Film zu verfolgen, da viel Wert auf atemberaubende Actionszenen und coole Sprüche gelegt wurde. Vor allem die Rolle von John Travolta hat mir sehr gut gefallen, da diese an den typischen 80ziger Jahre Actionheld mit losem Mundwerk(wie in Stirb Langsam) angelehnt ist. Der Film ist ganz im Stil moderner Thriller jedoch mit viel mehr Ironie dargestellt. Es fällt schwer die Figuren bei den ruhigeren Parts des Films wirklich ernst zu nehmen, doch darum geht es eigentlich gar nicht. Die Story gibt außer ein paar unvorhersehbarer Wendungen sowieso nichts her und man wartet einfach nur darauf das Wax irgendjemand ohne erdenklichen Grund erschießt und dann alles aufklärt.

Fazit: Der perfekte Film für einen Abend mit den Kollegen, es wird ausreichend geschossen, es gibt ausreichend Explosionen und wenn man sich während des Films unterhält verpasst man auch nichts.

Iron Man 2

iron man 2Die lange erwartete Fortsetzung der ersten Iron Man Verfilmung von 2008 startete letzte Woche in unseren Kinos. Der erste Teil zeichnete sich durch die gute Besetzung, vor allem durch die Hauptrolle von Robert Downey Jr., und durch die etwas lahme Story aus. Vor allem in Sachen Action hat mich Teil 1 schwer enttäuscht. Jon Favreau, der schon für den ersten Teil verantwortlich war versucht nun mit Teil 2 einiges wieder gut zu machen. Doch das klappt nicht.

Der Handlungsstrang des ersten Teils wird nach einer Unterbrechung von ca. 6Monaten direkt weitergeführt. Tony Stark hat seine Doppelidentität als Iron Man in der Öffentlichkeit zugegeben und haut damit sprichwörtlich richtig auf die Kacke.  Weltweit versuchen Wissenschaftler den revolutionären Iron Man Anzug zu kopieren, jedoch ohne Erfolg. Weiterhin weigert sich Tony Stark standhaft die Technologie seines Anzuges der US-Regierung bereitzustellen. Der Waffenhändler Justin Hammer(Sam Rockwell) versucht alles um an die Technologie des Iron Man zu kommen, dazu lässt er den Russen Ivan Vanko(Mickey Rourke), welcher zuvor versucht hatte Iron Man umzubringen aus dem Gefängnis befreien. Der Vater von Ivan Vanko hatte damals mit dem Vater von Tony Stark den Arc-Reaktor entwickelt, wurde später jedoch abgeschoben deshalb ist Ivan Vanko jetzt auf Rache aus.

Als Tony Stark seinen Geburtstag feiert wird ihm von seinem Bekannten Lt. Colonel James Rhodes(Don Cheadle) ein weiterer Iron Man Anzug entwendet, es kommt zum Kampf zwischen den beiden dieser geht jedoch unentschieden aus und James kann entkommen. James verkauft den Iron Man Anzug an Hammer, der daraufhin versucht Iron Man auszuschalten.

Die Story ist meines Erachtens viel zu aufgeblasen / unübersichtlich und gleichzeitig nur ein stures abarbeiten aufeinanderfolgender Ereignisse. Es wird teilweise aus nichts unendlich viel gemacht und die Actionszenen wieder einmal vernachlässigt. Es geht in Iron Man 2 viel zu viel um „WER hat WAS WARUM gemacht” anstatt um Action, Kämpfe, Explosionen usw.  was man eben von einem richtigen Actionfilm erwartet.

Die Besetzung hingegen ist natürlich wieder einmal absolut gelungen mit Robert Downey Jr. In der Hauptrolle hätte man keinen besseren Schauspieler finden können, vor allem die Großmütigkeit und Arroganz von Tony Stark stellt er perfekt dar. Auch Scarlett Johansson ist mir positiv aufgefallen, die Rolle der Blck Widow steht ihr genau so gut wie die schwarze Haarfarbe.

Und noch ein Wort zum Soundtrack, ich bin positiv überrascht das der Iron Man 2 Soundtrack eigentlich ein AC/DC Greatest Hits ist. Aber hätte Black Sabbath nicht wesendlich besser gepasst? Und warum wurden im Film nur zwei, drei Lieder von AC/DC verwendet? Tja es bleiben Fragen.

Fazit: Iron Man 2 ist weder besser noch schlechter als der erste Teil. Wem dieser bereits gefallen hat, der wird sich auch mit Iron Man 2 anfreunden können. Für alle anderen ist Iron Man 2 nicht zu empfehlen.

Machete Trailer

Hier ist der Trailer zum lange erwarteten Machete von Robert Rodriguez. Über die Besetzung (Danny Trejo, Michelle Rodriguez, Jessica Alba, Robert De Niro, Lindsay Lohan, Cheech Marin, Jeff Fahey, Steven Seagal, Don Johnson, Rose McGowan und Tom Savini), die ja schon lange Bekannst ist, muss ich wahrscheinlich keine Lobeshymnen mehr verkünden.

Dafür kann ich mich ganz auf den Trailer konzentrieren, denn der sieht wie erwartet absolut klasse aus. Am besten gefiel mir die inhaltliche nähe zu original Grindhouse Fake Trailer und der perfekt dargestellte Retro Look. Bei manchen Szenen sieht man gar nicht ob diese vom original stammten oder neu gedreht wurden. Inhaltlich scheint sich der Film mit den Veränderungen der politischen Lage Arizonas zu beschäftigen.

Das Machete ein Erfolg wird ist mir eigentlich jetzt schon klar wiederum kann ich nicht verstehen warum bei solch einem Kaliber noch nicht feststeht ob er hier zu lande überhaupt in die Kinos kommt. Es wäre wirklich eine Frechheit wenn ein Film von Robert Rodriguez mit Jessica Alba, Michelle Rodriguez, Robert De Niro und Steven Seagal nur Als Direkt to DVD erscheinen würde. In den vereinigten Staaten startet Machete jedenfalls am 3. September in den Kinos.

Read the rest of this entry »

Auftrag Rache

auftrag racheNach ziemlich langer Zeit läuft mal wieder ein Film mit Mel Gibson in den Kinos. Das letzte Mal hab ich ihn glaube in Signs gesehen und der war ja nicht so besonders. Naja egal schön das Mad Max wieder vor der Kamera steht. Und wenn das auch noch in einem Action/Thriller mit einer Rolle als ausgebrannter Cop, die zu ihm passt wie auf den Leib geschnitten sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.

Die Story von Auftrag Rache beginnt als die 24 Jährige Emma Craven nach langer Zeit ihren Vater  Thomas Craven (Mel Gibson)besucht.  Anfangs scheint mit ihr noch alles in Ordnung zu sein doch schon ein paar Szenen später geht es ihr immer schlechter. Als Thomas seine Tochter ins Krankenhaus bringen will wird diese direkt an der Haustür erschossen. Alle sind der Meinung das es sich um einen Anschlag auf Thomas Cravens Leben gehandelt hat und er lediglich verfehlt wurde.  Ohnmächtig vor Wut und Trauer macht er sich auf die Suche nach den Tätern und stellt bald fest des er nicht das Ziel war, sondern seine Tochter ein Doppelleben führte und ganz oben auf der Abschussliste stand. Je weiter er sucht desto weiter betritt er eine Scheinwelt aus Verbrechen, Korruption und Gewalt.

Die Story hört sich ja schon mal gar nicht so schlecht an und erinnert ein wenig an 96 Hours, doch Auftrag Rache geht ganz andere Wege. Während 96 Hours ein Actionfeuerwerk ist und an keiner Stelle Langeweile aufkommt geht es bei Auftrag Rache deutlich zäher voran, was natürlich nicht bedeutet das komplett auf Action verzichtet wurde. Dennoch geht es irgendwie weniger um die Rache an den Mördern der Tochter sondern verschrickt sich weiter und weiter in Politische Machenschaften mit Hintergründen wie nuklearer Bedrohung, Umweltschutz und irgendwelchen Machenschaften von zwielichtigen und kaum zu durchschauenden Regierungsorganisationen. Und genau das ist auch das Problem von Auftrag Rache, der Film driftet zu weit vom wesendlichen ab. Etwas mehr Action hätte dem Handlungsverlauf gut getan und Spannung erzeugt.

Dennoch leistet Mel Gibson wieder einmal sehr gute Arbeit, man nimmt ihm durch seine anteilnahmslose Ausdrucksweise die Rolle des Vaters der sein einziges Kind, welches er gar nicht so richtig kannte, verloren hat vollständig ab. Teilweise erinnert sein Vorgehen auch etwas an Mad Max aber das kommt nur selten vor. Regie führte Martin Campbell, der den meisten durch die sehr gute Umsetzung von James Bond 007 Casino Royal  und Goldeneye bekannt sein sollte.

Fazit: Auftrag Rache ist sicherlich ein ganz interessanter Film verspricht aber mehr als er halten kann. Es ist definitiv kein zweiter 96 Hours oder ein Nachfolger zu Gesetz der Rache. Es tauchen zwar hin und wieder ein paar gute Actionszenen auf aber im Endeffekt lebt der Film nur durch die Rolle von Mel Gibson und das ist mir einfach zu wenig. Wer auf Action steht sollte lieber From Paris with Love anschauen.

Gamer

GamerGamer, das neuste Projekt der Crack und Crank 2: High Voltage Schöpfer läuft gerade in unseren heimischen Kinos an. Diesmal haben sie noch ein paar Science-Fiction Elemente in die bekennend actionlastige Produktion gepackt. Anders wie die beiden Crank Filme bietet Gamer wenigsten ansatzweise einen vernünftigen und glaubhaften Handlungsstrang. Auch wenn allen klar sein müsste das es sich hier nicht um einen langweiligen Thriller handelt, die Action bestimmt die Handlung.

Die Hauptrolle wird von Gerard Butler(Gesetz der Rache, 300) übernommen, die weibliche Hauptrolle Angie stellt Amber Valletta(Transporter - The Mission) dar und der Bösewicht Ken Castle wird von Michael C. Hall gespielt. Weiterhin sind noch Alison Lohman(Drag Me to Hell) und Ludacris dabei.  Die Besetzung ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und alle Charaktere wirken glaubhaft. Der Film spielt in einer nicht so weit entfernten Zukunft. Die Verwendung von Social Netzwerkdiensten und Second Life Spielen ist allgegenwärtig. Der Milliardär Ken Castle schaffte vor einiger Zeit eine Revolution des Multimediazeitalters.

Er entwarf ein einfaches Spiel, ähnlich wie das bekannte Second Life oder Playstation Home, in dem der Spieler eine virtuelle Figur steuert und mit ihr verschiedene Dinge tun kann, wie zum Beispiel ins Kino gehen, Leute treffen und so weiter. Ken Castle entwickelte diesen Gedanken weiter in dem er auf virtuelle Figuren verzichtete und das Spiel mit echten Menschen verwirklichte.  Die Personen konnten natürlich freiwillig entscheiden ob sie steuern oder gesteuert werden. Wer steuern wollte muss bezahlen, wer gesteuert wird bekommt einen Chip ins Gehirn eingepflanzt, dieser bewirkt das man die Person quasi fernsteuern kann. Ob die Ferngesteuerten alles miterleben oder doch noch eine Entscheidungsmöglichkeit haben bleibt offen.

Dieses System funktionierte so gut, das Ken Castle schon wieder das nächste Projekt gestartet hat. Das Spiel nennt sich Slayers und die Spieler treten in einer virtuellen Schlacht mit echten ferngesteuerten Menschen gegeneinander an. Bei den Ferngesteuerten handelt es sich um verurteilte Schwerverbrecher welche die Todesstrafe erwartet, überleben sie 30Runden werden sie in die Freiheit entlassen. Der Held des Spieles ist der Sträfling Kabel, der bereits 28 Runden überlebt hat und kurz vor der Freilassung steht, jedoch versucht der Entwickler des Spiels alles um das zu verhindern.

Gamer ist ein erschreckender Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft und gleichzeitig eine Gesellschaftskritik an allen Virtualreality Spielen und Social Network Diesten. Der Film besitzt einen außergewöhnlich modernen Look, die Bilder sehen verdammt scharf und detailliert aus. Kein Wunder Gamer wurde mit einem neuen digitalen Kamerasystem gedreht. Die Optik des ganzen Films ist einfach umwerfend, nicht nur die Bildqualität sondern auch das bis ins kleinste Detail modern dargestellte Set. Alle Figuren, vor allem die Frauen sehen bizarr und gleichzeitig superhübsch aus. Demgegenüber steht die Story, die eigentliche Idee hinter dem Film ist klasse doch bei der Umsetzung bleiben leider einige Fragen offen.

Fazit: Gamer ist ein Film im Stil von Crack und dementsprechend schnell und rasant dargestellt. Es bleibt keine Zeit für sinnlose Dialoge, eine Explosion jagt die nächste. Also ein Film ganz nach meinem Geschmack, gut die Story hätte noch etwas ausführlicher sein können aber was soll’s schon alleine wegen der brillanten Inszenierung ROCKT der Film. Ein klares muss für alle Action Fans.

Trailer zum neuen A-Team Film

Dieses Jahr ist es endlich so weit, das legendäre A-Team ist zurück. Am 22.7.2010 soll der Film in den Kinos starten. Das heißt erstmal noch ein ganzes Stück abwarten, aber als kleinen Vorgeschmack auf den fertigen Film hier schon mal der Trailer. Leider ist die Bildqualität nicht besonders gut aber was soll´s.

Ich hätte nie gedacht, das die Figuren so gut passen würden. Vor allem Hannibal (gespielt von Liam Neeson) und Face (gespielt von Bradley Cooper) sehen den Originalen zum verwechseln ähnlich. Nur B.A. Baracus wirkt sehr künstlich und passt irgendwie so gar nicht in meine Vorstellung vom A-Team, vielleicht liegt es an den fehlenden Goldketten oder einfach daran das Mister T. noch immer allgegenwärtig ist. Also meiner Meinung nach wäre der Film mit dem originalen Mister T. Zehnmal kultiger und wahrscheinlich auch besser geworden.

Die dargestellte Action wirkt vielleicht auf den ersten Blick etwas übertrieben doch jeder der das Original kennt wird nichts anderes erwarten und da geht es auch einmal in Ordnung wenn ein Panzer an einem Fallschirm hängt.

Ansonsten kann man zu diesem frühen Zeitpunkt noch recht wenig sagen, deshalb erstmal abwarten. Natürlich müssen sie unbedingt das A-Team Themevernünftig einbinden, im Trailer ist es nur einmal kurz zu erahnen.

Public Enemies

Public EnemiesIst ein Spielfilm der das Leben(bzw. die letzten Monate) von John Dillinger darstellen soll. Dillinger war Anfang der 1930`er Jahren ein gefürchteter Bankräuber in den vereinigten Staaten. Er war der erste Mensch, der vom F.B.I. zum Staatsfeind Nr.1 erklärt wurde, doch unter der Bevölkerung galt er als eine Art moderner Robin Hood.

Also meiner Meinung nach ist das eine spitzen mäßige Story für einen Film und wenn dann noch Johnny Depp die Hauptrolle spielt sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Dennoch ist Public Enemies nicht überragend geworden, der Film ist langatmig, undurchsichtig und zum Teil echt langweilig. Woran das liegt ist schwer zu sagen, wahrscheinlich wurden einfach zu wenige Emotionen geweckt. Der Zuschauer war zu keinem Zeitpunkt auf der sprichwörtlichen Seite von Dillinger oder des F.B.I.`s. Und somit blieb ein Mitfiebern aus, obwohl Johnny Depp einen recht glaubwürdigen John Dillinger abgab. Ebenfalls keine schlechte Arbeit verrichtete Christian Bale, der als FBI-Beamte Melvin Purvis zu sehen ist.

Vor allem der Anfang ließ zu wünschen übrig, der Zuschauer wird mehr oder weniger ohne nennenswerte Informationen über John Dillinger oder dessen Bande, quasi im Regen stehen gelassen. Der Film startet am 13. Oktober 1933 als Dillinger nicht mal mehr ein Jahr zu leben hat. Kein Wer ist?, kein Was? und gleich gar kein Warum? Eine kurze Rückblende auf dessen Kindheit und Jugend hätten der Figur ein glaubwürdiges Gesicht gegeben. Nach genau diesem Prinzip funktionierten ja die meisten Biographischen Filme immer sehr gut. Als Beispiel bringe ich jetzt mal Blow, der ebenfalls aus dem Leben eines großen Gangsters berichtet und in dem ebenfalls Johnny Depp die Hauptrolle übernimmt. Blow schafft es den Zuschauer ab der ersten Minute mitzureisen, mit Public Enemies kann sich der Zuschauer dagegen nur schwer identifizieren.

Natürlich hat Michael Mann bei Public Enemies nicht alles verkehrt gemacht. Denn das komplette 30`er Jahre Set mit seiner unglaublichen Detailtreue konnte mich voll und ganz überzeugen. Die Actionszenen sind ebenfalls sehr gut dargestellt und wurden sogar teilweiße an den original Schauplätzen gedreht. Vor allem die Verfolgungsjagd quer durch einen nächtlichen Wald ist an dieser Stelle zu erwähnen, denn die Geschwindigkeit und die Kamerafahrten konnen durchaus überzeugen, erinnern vielleicht auch etwas an Mann`s bisher besten Film Heat.

Fazit: Bei Public Enemies macht Michael Mann genau die gleichen Fehler wie schon zuvor bei Miami Vice, zu wenig Emocion, zu wenig Story, zu wenig Hintergründe. Dennoch ist Public Enemies kein Totalausfall, da doch viel über das Leben in den 30siger Jahren perfekt dargestellt wird. Auch die Ationszenen müssen sich nicht verstecken. Trotzdem ist der Film nur etwas für Freunde von alten Autos und dem Amerika der dreißiger Jahre.

District 9

District 9Science-Fiction ist das Wort, bei dem sich bei den meisten Frauen die Nackenhaare aufstellen. Dieses Genre sei unrealistisch und immer übertrieben dargestellt, so ist zumindest die gängige Meinung. Bei Science-Fiction denken viele sofort an Trekkies, Außerirdische und das Weltall. Dem Regisseurs Neill Blomkamp waren diese Vorurteile wahrscheinlich gut bekannt, deshalb hat er seinen Sci-Fi Film District 9 so realistisch wie möglich dargestellt.

In dem Film geht es wie nicht anders erwartet um Aliens, diese sind im Jahre 1982 mit ihrem riesigen Raumschiff über Johannesburg stehen geblieben. Nachdem die Menschheit drei Monate auf ein Zeichen gewartet hatte, entschlossen sie sich in das Raumschiff vorzudringen. Im inneren fanden sie 1 Million insektenartiger Aliens, die sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befanden. Die Aliens wurden vorübergehend in einer Notunterkunft untergebracht, dem District 9. Dieses entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem riesigen Ghetto, mit Gewalt, Drogen und Korruption. 28 Jahre später sollten die mittlerweile 1,8 Million Außerirdischen umgesiedelt werden, da sie von den Bewohnern von Johannesburg nicht länger geduldet werden. Dafür wird ein privates Sicherheits- und Militärunternehmen angeheuert, deren Verantwortlicher Wikus van de Merwe (Sharlto Copley) mit dieser Situation etwas überfordert ist. Als Wilkus District 9 räumen will, kommt er mit einer mysteriösen Flüssigkeit in Kontakt und verwandelt sich langsam in einen Alien.

Von einem Tag auf den anderen ist Wikus van de Merwe der wichtigste Mensch auf der Erde, da sich seine DNA verändert hat und er nun Alienwaffen abfeuern kann. Da die Regierung mit ihm Experimente durchführen will, flieht er in District 9 um sich zu verstecken und den Geschehnissen auf den Grund zu gehen.

Die Aliens werden in diesem Film ganz anders dargestellt als das normalerweise üblich ist. Sie wollen weder die Erde überfallen um an ihre Schätze zu kommen, noch sind sie in irgendeiner Form hilfreich für die Menschheit. Die Menschen mögen die Aliens nicht und behandeln sie auch so. Es ist kein Zufall, dass der Film gerade in Johannesburg spielt. Neill Blomkamp will damit auf die schrecklichen Verhältnisse in Kriegsgeplagten Afrika aufmerksam machen. Denn einige Flüchtlinge werden ähnlich wie die unerwünschten Gäste aus dem All behandelt.

Der Stil diese Filmes ist in erster Linie dokumentarisch dargestellt und erinnert ein weinig an Cloverfield, da Bloomkamp viele Einstellungen im Handkamerastiel filmt. Die naturnahen und fotorealistisch computergenerierten Effekte sind sehr überzeugend und Zeitgemäß dargestellt. Sehr überraschend, denn der Film entstand mit einem Budget von 30 Millionen Dollar, was für einen Science-Fiction-Film eigentlich ein Witz ist. Nur Mal zum Vergleich Michael Bay hat für Transformers 2 genau 196 Millionen ausgegeben. Die Frage, ob damit Megan Fox für gewisse andere Dienstleistungen bezahlt wurde, lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen.

Fazit: District 9 ist der erste richtige Sci Fi Blogbuster des Jahres, nachdem Transformers ja mehr oder weniger ein Flop war.  Die interessante Story, die gut animierten Effekte  und schließlich die Führung von Peter Jackson haben das alles möglich gemacht.

Inglourious Basterds

inglourious-basterdsEndlich hat es Quentin Tarantinos sechster Film(wenn man Kill Bill als jeweils einen Film zählt) in die Kinos geschafft. Da sein letzter Film Death Proof doch mehr als enttäuschend war meldet sich Mister Pulp Fiction mit einem Paukenschlag zurück. Inglourious Basterds ist ein Meisterwerk geworden, vielleicht das Meisterwerk auf das wir alle gewartet haben. Allein schon die Starbesetzung ist eine Klasse für sich, neben Eli Roth, Brad Pitt, Till Schweiger, Mélanie Laurent, Diane Kruger, Daniel Brühl konnte vor allem Christoph Waltz als SS-Standartenführer Hans Landa alias „der Judenjäger“ überzeugen. Selten habe ich eine Figur gesehen die so perfekt dargestellt und gespielt wurde. Sobald Walz in einer Szene auftaucht bestimmt allein er das Geschehen, aber nicht mit überheblicher Arroganz, sondern eher mit ruhiger Überlegenheit. Und das ist wirklich ganz große Klasse, dafür sollte auf jeden Fall eine Oscar Nominierung drin sein.

Auch Mélanie Laurent liefert eine durchaus ansehnliche Leistung ab. Sie spielt die junge Jüdin Shosanna Dreyfus, deren ganze Familie von dem „Judenjäger“ ausgelöscht wurde. Später leitet sie ein Kino in Paris welches sie von ihrer Tante und ihrem Onkel erbte. Ihr leicht eingeschüchtertes Auftreten und ihre Rachephantasie machen sie zu einer sehr interessanten Figur.

Dann wäre da noch Brad Pitt, welcher den von Indianern abstammenden Lt. Aldo Raine spielt. Seine Leistung war auch sehr anständig doch im Vergleich mit Christoph Waltz oder Mélanie Laurent nur zweitklassig. Auch Eli Roth konnte bei seinen kurzen Auftritten nur zum Teil überzeugen aber er hatte ja auch nur eine kleine Nebenrolle.

Als sehr schön empfand ich, dass auch einige Deutsche Schauspieler dabei waren. Daniel Brühl spielt sogar eine relativ wichtige Rolle als Frederick Zoller, einem Deutschen Schafschützen, der zu Ruhm gelang als er 300 Soldaten von einem Kirchturm in 3 Tagen erschoss. Dessen Lebensgeschichte wurde von Joseph Goebbels verfilm und soll im Kino von Shosanna Dreyfus Premiere feiern. Auch Till Schweiger ist als deutscher Schauspieler dabei, er spielt einen der Basterds. Es mag ja sein das Till Schweiger ein guter Schauspieler ist und in den meisten Filmen den 0815 Deutschen perfekt darstellt aber jedes Mal wenn ich ihn sehe warte ich in Gedanken nur darauf das er in seinen Opel Manta steigt um sich ein Rennen mit einem Golf zu liefern. Schon erstaunlich wie ein einziger Film einen Schauspieler so prägen kann.

Die gesamte Inszenierung ist natürlich wie in jedem Tarantino Film bis ins kleinste Detail perfekt. Was aber nicht bedeutet, dass sich der Film an irgendwelche Historischen Fakten hält, ganz im Gegenteil QT schreibt die Geschichte einfach neu. Also mit aller Deutlichkeit: „Das ist kein Film für Leute die schon bei Staufenberg den Kopf schüttelten“. Auch die Kameraführung wirkt sehr beeindruckend, vor allem die Schwenks über mehrere Etagen oder Räume sind einfach genial dargestellt.

So jetzt kommen wir zu den Knackpunkt des Filmes. Wie in jedem seiner Filme legt QT wieder das Hauptaugenmerk auf die Dialoge. Aber um es vorweg zunehmen es ist nicht so schlimm wie bei Death Proof, bei weitem nicht! Die meisten Dialoge sind auch genial und super lustig inszeniert, aber mache ziehen sich schon ein wenig.

Fazit: Inglourious Basterds muss man einfach gesehen haben und viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.