Neben Frankenstein und Graf Dracula gehört der Werwolf zu den klassischen Horrorfiguren des 20ten Jahrhunderts und während Frankenstein schon vollkommen aus der Mode ist tauchen Vampire und Werwölfe doch immer noch relativ häufig auf, zuletzt zusammen bei Underworld. Ein weiterer Werwolf Film läuft zur Zeit in den Kinos und ist zugleich ein Remake des angeblich besten Werwolf Films „Der Wolfsmensch” von 1941 den ich aber leider nicht gesehen habe. Also gehe ich ganz unvoreingenommen an diese Kritik, was bei mir und dem Thema Fortsetzungen und Remake relativ selten ist.
Wolfman spielt Ende des 19ten Jahrhunderts in einer relativ kleinen, ruhigen Englischen Provinz namens Blackmoor, wo eine mysteriöse Serie blutiger Morde die Menschen in Atem hält. Lawrence Talbot(gespielt von Benicio del Toro) kehrt nach Jahren in seine alte Heimat zurück um sich über die Todesumstände seines Bruders zur informieren. Nach ein paar Anhaltspunkten macht er sich auf die Suche, nach den Zigeunern, mit welchen sich sein verstorbener Bruder umgab. Doch dann wird das Lager der Zigeuner angegriffen und Lawrence von einer mysteriösen Kreatur verletzt. Als er sich im Haus seines Vaters (Anthony Hopkins) von seinen Verletzungen erholt findet er ein schreckliches Geheimnis heraus.
Die Story an sich ist sehr klassisch aufgebaut und hält keine sonderlichen Überraschungen bereit, dafür wurden sehr viele Schreckmomente eingebaut die den ganzen Titel doch etwas auflockern. Kurz gesagt trotz der vielen Dialoge wird der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig. Dennoch habe ich von den Effekten speziell von der Verwandlung von Mensch zum Wolf etwas mehr erwartet. Die Szenen der Umwandlung hätten für meinen Geschmack deutlich umfangreicher sein können. Auch mit der Darstellung des Werwolfs war ich nicht zufrieden, der Werwolf in Wolfmann sieht eher wie ein Mensch mit zu starker Körperbehaarung aus. Es besteht sogar enorme Verwechslungsgefahr zu einem Wookie. Also wirklich, ein Werwolf sollte vor allem böse aussehen und nicht wie ein dicker stark behaarter Mensch, die Macher von Underworld haben das begriffen, denen ihre Lykaner sehen eher nach Wolf als nach Mensch aus.
Die Schauspielerische Leistung von Benicio del Toro hielt sich auch in Grenzen, er brachte die Rolle zwar glaubhaft herüber, dennoch schien er mir nicht die Idealbesetzung zu sein. Anthony Hopkins hingegen glänzte einmal mehr durch eine unglaubliche Fähigkeit sich einem Film anzupassen, er wirkte absolut glaubhaft und stellte die Figur des vereinsamten Vaters perfekt dar. Die weibliche Hauptrolle gespielt von Emily Blunt hielt sich souverän im Hintergrund.
Fazit: Wolfman ist ein solider Horrorfilm für alle Fans des Genres, kann aber nicht in allen Punkten komplett überzeugen, denn die Gestallt des Werwolfes und die zum Teil langatmigen Dialogszenen verderben einem einiges an Filmspaß. Dennoch ist Wolfman ein gelungener Horrorfilm und öffnet vielleicht die Tür für weitere Werwolf Filme, denn diese klassische Horrorfigur hat bei mir in keisterweise an Interesse verloren.
In der heutigen Zeit ist ja ein Remake nichts besonderes mehr, hingegen eine Fortsetzung des Remakes schon. Leider kann wie bei vielen Filmen die Fortsetzung nicht mit dem Original mithalten, bei Rob Zombies Halloween 2 sieht es da nicht sehr viel anders aus. Das soll jetzt natürlich nicht heißen das Halloween 2 ein schlechter Film ist, so etwas würde mir nie über die Lippen kommen, da ich ein großer Fan der Werke von Rob Zombie bin, sowohl Musik als auch Filme.
Ich bin ja ein bekennender Fan von Horrorfilmen aller Art, deshalb schau ich mir auch fast alle neuen Filme dieses Genres an. Letzte Woche war Jennifer´s Body dran, ein sagen wir mal LowBudget Teenie Horror Film von Karyn Kusama(die hat Æon Flux gemacht also nicht gerade eine Top Filmregisseurin) und der Drehbuchautorin Diablo Cody(ist mir unbekannt jedoch hat sie in der Szene einen relativ guten Ruf). Sie hat sogar für das Drehbuch von Juno(? nie gesehen) einen Oscar bekommen. All das wäre eigentlich nichts besonderes, wenn da nicht Megan Fox die Hauptrolle spielen würde. Um ehrlich zu sein nur aus diesem Grund hab ich mir den Film überhaupt angeschaut. Denn Teenie-Horror ist seit Scream und vor allem nach gefühlten zig tausend ähnlichen Filmen wie Ich weiß was du letzten Sommer getan hast, Düstere Legenden, Prom Night und so weiter einfach langweilig geworden. Zumal viele dieser Filme auf unbekannte Schauspieler setzten, ist Jennifers Body eine Ausnahme auf diesem Gebiet.
Das die Norweger einen sehr derben und schwarzen Humor haben dürfte durch den Film Dead Snow auch dem letzten bewusst werden. Der Norweger Tommy Wirkola bringt mit Dead Snow einen echten Splatter Kracher mit einen Schuss Humor in die heimischen Bluray Player. Ja leider wieder einmal eine Direkt to DVD Produktion, eigentlich sehr schade aber darauf werden wir uns wohl in der nächsten Zeit immer häufiger einstellen müssen.
So nun haben wir wieder einmal eine Fortsetzung der Fortsetzung, der Fortsetzung des Originals in den Kinos. Normalerweise werden diese vierten oder fünften Teile immer als Direkt to DVD/VHS herausgebracht aber dafür hat Final Destination zu viele Freunde. Mit anderen Worten, in Hollywood brauchte jemand Geld und hatte keine Lust, sich etwas Eigenes einfallen zu lassen. Das Problem an solchen Fortsetzungen ist, dass man eine Geschichte eben nur ein oder zwei Mal spannend erzählen kann. Alles andere was danach kommt und keine neuen Ansätze mitbringt, ist einfach nur noch Langweilig. Viele Serien versuchen mit dem vierten Teil eine neu Story zu erzählen, um das Ganze aufzulockern, The Final Destination leider nicht. Der vierte Teil macht genau das selbe wie Teil 1 bis 3.
Wer kann sich noch an Sam Raimi erinnern. Ja ich weiß der hat die Spiderman Filme gemacht aber Jahre zuvor konnte er richtig gute Horrorfilme unter seinem Namen verbuchen. Und bei diesem Thema ist er nun auch wieder gelandet. Zum Glück denn man merkt sofort das er genau auf diesem Gebiet einer der ganz Großen ist.


In Wrong Turn 1 setzt man auf die Unwissenheit der Zuschauer, was als nächstes passieren könnte, oder wer diese entstellten Kreaturen sind. Die Mutanten sprechen nicht, man hört nur ab und zu Brumm- und Schreilaute von ihnen. Im zweiten Teil hingegen sprechen die Deformierten miteinander, sitzen sogar am Tisch und Essen zivilisiert usw… Man bekommt den Eindruck, es wären keine Hinterwäldler, sondern einfach nur hässlich aussehende Verrückte.
Scheinbar kommt dieser 3D Quatsch alle paar Jahre einmal wieder zurück. Nach dem diese Technik in den 1950ziger Jahren ihre Blütezeit hatte wird es in jedem Jahrzehnt mindestens einmal wieder ausgegraben. Dieses Mal bei „My Bloody Valentine” dem Remake von „ Blutiger Valentinstag” aus dem Jahre 1981. Diese 3D Technik sieht bestimmt nicht schlecht aus aber man sollte bedenken, dass in Deutschland nur wenige Kinos diesen Standart besitzen. Und deshalb wird sich der Großteil der Deutschen einen mittelmäßigen Horrorfilm ganz ohne 3D anschauen.