Archive for Horror

Wolfman

wolfmanNeben Frankenstein und Graf Dracula gehört der Werwolf zu den klassischen Horrorfiguren des 20ten Jahrhunderts und während Frankenstein schon vollkommen aus der Mode ist tauchen Vampire und Werwölfe doch immer noch relativ häufig auf, zuletzt zusammen bei Underworld. Ein weiterer Werwolf Film läuft zur Zeit in den Kinos und ist zugleich ein Remake des angeblich besten Werwolf Films „Der Wolfsmensch” von 1941 den ich aber leider nicht gesehen habe. Also gehe ich ganz unvoreingenommen an diese Kritik, was bei mir und dem Thema Fortsetzungen und Remake relativ selten ist.

Wolfman spielt Ende des 19ten Jahrhunderts in einer relativ kleinen, ruhigen Englischen Provinz namens Blackmoor, wo eine mysteriöse Serie blutiger Morde die Menschen in Atem hält. Lawrence Talbot(gespielt von Benicio del Toro)  kehrt nach Jahren in seine alte Heimat zurück um sich über die Todesumstände seines Bruders zur informieren.  Nach ein paar Anhaltspunkten macht er sich auf die Suche, nach den Zigeunern, mit welchen sich sein verstorbener Bruder umgab. Doch dann wird das Lager der Zigeuner angegriffen und Lawrence von einer mysteriösen Kreatur verletzt. Als er sich im Haus seines Vaters (Anthony Hopkins) von seinen Verletzungen erholt findet er ein schreckliches Geheimnis heraus.

Die Story an sich ist sehr klassisch aufgebaut und hält keine sonderlichen Überraschungen bereit, dafür wurden sehr viele Schreckmomente eingebaut die den ganzen Titel doch etwas auflockern. Kurz gesagt trotz der vielen Dialoge wird der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig. Dennoch habe ich von den Effekten speziell von der Verwandlung von Mensch zum Wolf etwas mehr erwartet. Die Szenen der Umwandlung hätten für meinen Geschmack deutlich umfangreicher sein können. Auch mit der Darstellung des Werwolfs war ich nicht zufrieden, der Werwolf in Wolfmann sieht eher wie ein Mensch mit zu starker Körperbehaarung aus. Es besteht sogar enorme Verwechslungsgefahr zu einem Wookie. Also wirklich, ein Werwolf sollte vor allem böse aussehen und nicht wie ein dicker stark behaarter Mensch, die Macher von Underworld haben das begriffen, denen ihre Lykaner sehen eher nach Wolf als nach Mensch aus.

Die Schauspielerische Leistung von Benicio del Toro hielt sich auch in Grenzen, er brachte die Rolle zwar glaubhaft herüber, dennoch schien er mir nicht die Idealbesetzung zu sein. Anthony Hopkins hingegen glänzte einmal mehr durch eine unglaubliche Fähigkeit sich einem Film anzupassen, er wirkte absolut glaubhaft und stellte die Figur des vereinsamten Vaters perfekt dar. Die weibliche Hauptrolle gespielt von Emily Blunt hielt sich souverän im Hintergrund.

Fazit: Wolfman ist ein solider Horrorfilm für alle Fans des Genres, kann aber nicht in allen Punkten komplett überzeugen, denn die Gestallt des Werwolfes und die zum Teil langatmigen Dialogszenen verderben einem einiges an Filmspaß. Dennoch ist Wolfman ein gelungener Horrorfilm und öffnet vielleicht die Tür für weitere Werwolf Filme, denn diese klassische Horrorfigur hat bei mir in keisterweise an Interesse verloren.

Rob Zombie`s Halloween 2

halloween 2In der heutigen Zeit ist ja ein Remake nichts besonderes mehr, hingegen eine Fortsetzung des Remakes schon. Leider kann wie bei vielen Filmen die Fortsetzung nicht mit dem Original mithalten, bei Rob Zombies Halloween 2 sieht es da nicht sehr viel anders aus. Das soll jetzt natürlich nicht heißen das Halloween 2 ein schlechter Film ist, so etwas würde mir nie über die Lippen kommen, da ich ein großer Fan der Werke von Rob Zombie bin, sowohl Musik als auch Filme.

Die Story knüpft direkt an die Geschehnisse des ersten Teils an, also sollte man diesen am besten vorher noch mal anschauen. Laurie hat schwere Depressionen und ist nicht mehr das selbe Mädchen, dass wir aus dem ersten Teil kennen. Sie hat sich komplett verändert, aus dem schüchternen, braven Mädchen mit Brille wurde eine richtige Metalbitch im positiven Sinne, der Look steht ihr sehr gut. Denn jetzt hat sie und auch die anderen Figuren endlich Züge eines Charakters von Rob Zombie angenommen. Laurie wohnt bei Anni und ihrem Vater, die Stimmung ist nicht besonders gut da alle so ihre Probleme mit den Vorfällen des letzten Jahres haben. Dr. Loomis ist ein geldgeiles Arschloch geworden der nur noch an seinen Profit denkt und schon das nächste Buch herausbringt. Dabei nimmt er aber keine Rücksicht auf die anderen Verbliebenen und veröffentlicht viele Informationen, auch das Laurie die leibliche Schwester von Michael ist.

Michael Meyers hat hingegen das Ende des ersten Films überlebt und wenn man so will lebt er im Wald und wartet auf das nächste Halloween während ihn ständig Visionen von seiner Mutter und seines früheren ich’s plagen. Auch die Halloween Maske trägt er nicht mehr besonders oft. Das lässt zwar Fans des Originales heftig aufstoßen aber ich finde es gar nicht so schlecht das sich Zombies Michael Meyers anders verhält als das Original, er wirkt so um ein vielfaches menschlicher. Außerdem geht es bei einem Remake nicht darum, die selbe Geschichte ein weiteres Mal identisch zu erzählen.

Im Film geht es teilweise auch relativ heftig zur Sache, gut es ist ein Horrorfilm und da gehören derbe Splatterszenen einfach dazu. Wie alle Filme von Rob Zombie ist auch dieser nichts für schwache Nerven, dafür kommen alle Hartgesotten wie ich voll auf ihre Kosten. Weiterhin ist mir der Soundtrack besonders positiv aufgefallen, von Metallica bis Motörhead ist alles dabei, und die sorgfältig ausgewählten Metal Tracks tragen positiv zur Stimmung des Filmes bei.

Fazit: Meine Meinung zu Halloween 2 ist geteilt, zum einen war der Vorgänger doch ein bisschen spannender, ein bisschen glaubhafter und ein bisschen näher am Original. Dafür ist Teil 2 viel mehr ein echter Rob Zombie Film der genau seine sonst so charakteristische Handschrift trägt. Schaut euch den Film am besten an und bildet euch selbst eine Meinung dazu.

Jennifer’s Body

megan fox jennifers bodyIch bin ja ein bekennender Fan von Horrorfilmen aller Art, deshalb schau ich mir auch fast alle neuen Filme dieses Genres an. Letzte Woche war Jennifer´s Body dran, ein sagen wir mal LowBudget Teenie Horror Film  von Karyn Kusama(die hat Æon Flux gemacht also nicht gerade eine Top Filmregisseurin) und der Drehbuchautorin Diablo Cody(ist mir unbekannt jedoch hat sie in der Szene einen relativ guten Ruf). Sie hat sogar für das Drehbuch von Juno(? nie gesehen) einen Oscar bekommen.  All das wäre eigentlich nichts besonderes, wenn da nicht Megan Fox die Hauptrolle spielen würde.  Um ehrlich zu sein nur aus diesem Grund hab ich mir den Film überhaupt angeschaut. Denn Teenie-Horror ist seit Scream und vor allem nach gefühlten zig tausend ähnlichen Filmen wie Ich weiß was du letzten Sommer getan hast, Düstere Legenden, Prom Night und so weiter einfach langweilig geworden. Zumal viele dieser Filme auf unbekannte Schauspieler setzten, ist Jennifers Body eine Ausnahme auf diesem Gebiet.

Jennifer’s Body basiert auf einem stimmigen und interessanten Drehbuch, die Story der Hauptfigur wird von einer Nebenfigur beleuchtet, was eine sehr erzählerische Gestaltung zur Folge hat. Dennoch ist die Story in der ein Mädchen fälschlicher Weise für eine Jungfrau gehalten wird und einem Dämon geopfert werden soll, die Sache aber leider schief geht weil sie unrein ist aber danach natürlich deshalb selbst zum Dämon wird und die Jungs ihrer Klassenstufe tyrannisiert, für einen 102 Minuten Film schon etwas wenig. Dennoch bleibt der Film bis zum Ende spannen.

Natürlich konnte Megan Fox in der Hauptrolle dieses Filmes voll und ganz überzeugen. Jedoch kann sie nicht einen ganzen Film allein tragen. Jennifer’s Body ist eigentlich ihre erste große Rolle in einem wirklich ernst zu nehmenden Film und dafür hat sie sich sehr gut geschlagen. Selbst in den Szenen wo sie hässlich und abgefuckt aussehen soll, ist sie immer noch verdammt heiß und wirkt um ein vielfaches glaubhafter als die hübsche Highschool Tussi.

Wer jetzt einen sonderlich brutalen Horrorfilm erwarte, den muss ich leider enttäuschen in Jennifer’s Body geht’s eher Blutlos zur Sache. Auch werden lediglich drei Mitschüler von Jennifer sagen wir mal verzehrt. Da kann man bei einem echten Horrorfilm schon etwas mehr erwarten.

Fazit: Jennifer’s Body kann vor allem durch die bezaubernde Megan Fox als Hauptfigur punkten. Alles andere ist einfach zu wenig für einen echten Horrorschocker. Dennoch für einen  lockeren Abend mit Freunden empfehlenswert.

Dead Snow - Ein(s) Zwei Die

Dead SnowDas die Norweger einen sehr derben und schwarzen Humor haben dürfte durch den Film Dead Snow auch dem letzten bewusst werden. Der Norweger Tommy Wirkola bringt mit Dead Snow einen echten Splatter Kracher mit einen Schuss Humor in die heimischen Bluray Player. Ja leider wieder einmal eine Direkt to DVD Produktion, eigentlich sehr schade aber darauf werden wir uns wohl in der nächsten Zeit immer häufiger einstellen müssen.

Der Film handelt von einer Gruppe junger Medizinstudenten, die ihre Ferien in einer entlegenen Skihütte, irgendwo in den Bergen von Norwegen, verbringen möchten. Als sie einen wunderlichen alten Mann treffen, der ihnen Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg erzählt, lachen sie noch. Doch die schreckliche Wahrheit werden sie noch früh genug erfahren. Denn in dieser Gegend ist irgendetwas, irgendwo in den Wäldern, in denen der gefürchtete General Herzog einst die Bevölkerung terrorisierte. Richtig geraten es handelt sich um Nazizombies die sich auf einer ewigen Suche nach dem verschollenen Nazigold befinden und genau das haben die Freunde ganz aus Versehen gefunden. (und ich dachte immer Uwe Boll hätte das gefunden)

Dead Snow ist ein klassischer Splatter Film ähnlich wie “Tanz der Teufel” oder “Braindead“, es wird weder an Blut noch an gelegentlichen Enthauptungen oder abgetrennten Gliedmaßen gespart. Weiterhin erinnern auch einige Elemente an bekannte Horror Komödien wie „Shaun of the Dead” oder „Die Nacht der lebenden Looser”. Bei der Produktion handelt es sich um einen klassischen B-Movie also sollte man keine monströsen Effekte erwarten. Dennoch ist Dead Snow ein wirklich interessanter Film, denn Nazizombies sind mir bis jetzt noch nicht begegnet, außerdem legen die, doch in Deutschland recht unbekannten, Schauspieler eine ganz brauchbare Leistung an den Tag. Die Figuren sind allesamt eine Karikatur der Figuren aus anderen bekannten Horrorfilmen. Von naiven, gut aussehenden, blonden Dummchen bis zum Filmfreak, der ein Braindead T-Shirt trägt und Tanz der Teufel zitiert ist alles dabei.

Das Beste an Dead Snow ist eindeutig die zweite Filmhälfte, da es ab diesem Zeitpunkt so richtig zur Sache geht und sich der Schnee rot färbt.

Fazit: Dead Snow ist genau der richtige Film für alle Horror und Comedy Fans, die etwas für den Scharm eines B-Movies übrig haben. Und da es zur Zeit sowie so nichts anderes in der Richtung gibt (Ja! Wo bleibt eigentlich Lesbian Vampire Killers, der könnte auch etwas werden) gehört der Film zum Pflichtprogramm und außerdem was bitte kann an bösen Nazizombies in einem Horrorfilm so verkehrt sein.

Final Destination 4

Final Destination 4So nun haben wir wieder einmal eine Fortsetzung der Fortsetzung, der Fortsetzung des Originals in den Kinos. Normalerweise werden diese vierten oder fünften Teile immer als Direkt to DVD/VHS herausgebracht aber dafür hat Final Destination zu viele Freunde. Mit anderen Worten, in Hollywood brauchte jemand Geld und hatte keine Lust, sich etwas Eigenes einfallen zu lassen. Das Problem an solchen Fortsetzungen ist, dass man eine Geschichte eben nur ein oder zwei Mal spannend erzählen kann. Alles andere was danach kommt und keine neuen Ansätze mitbringt, ist einfach nur noch Langweilig. Viele Serien versuchen mit dem vierten Teil eine neu Story zu erzählen, um das Ganze aufzulockern, The Final Destination leider nicht. Der vierte Teil macht genau das selbe wie Teil 1 bis 3.

Den ersten Teil der Serie fand ich ehrlich gesagt richtig gut, die Geschichte durchaus glaubhaft, die Effekt für die Zeit auch überzeugend und der Ansatz des Films war vollkommen neu. Das interessante war das sich jeder irgendwie mit dieser Geschichte identifizieren konnte, dass machte den Film zu einem echten Horrorfilm. Der zweite Teil knüpfte an den ersten Teil an und versuchte einige Hintergründe zu beleuchten. Das gelang auch ganz gut, doch die Anfangssequenz, der Autounfall, war schon unglaubwürdiger. Dafür sahen die „Unfälle” deutlich besser und realistischer aus. Der dritte Teil machte genau das gleiche wie Teil zwei nur schlechter. Denn ein Achterbahnunfall der so vielen Menschen das Leben kostet ist definitiv unrealistisch.

So und der vierte Teil der Final Destination Serie legt in Sachen Unglaubwürdigkeit noch eine Schippe darauf. Ein riesiges Stadion das während eines Autorennens einfach zusammenfällt? Bitte, wieso nicht gleich ein Zeppelin Unglück oder eine Konzerthalle die während eines Britney Spearce Konzertes, durch die Hämmernden Metallgitarren zum Einsturz gebracht wird. Auch die Dialoge sind mittlerweile schon dermaßen abgedroschen, dass man es kaum erwarten kann, bis die nächste Figur ins Gras beißt. Ach noch was, dieser prolo Typ ist doch genau der selbe Charakter wie in Bay’s Freitag der 13te, oder?

Warum man sich Final Destination 4 dennoch anschauen sollte, sind die bizarren und super inszenierten Todesfälle. Wer kein Blut sehen kann ist hier natürlich falsch(du Weichei), doch wer schon immer einmal sehen wollte, was passiert wenn es einen Menschen in eine Rolltreppe zieht, ist bei Final Destination gut aufgehoben. Durch die 3D Effekte wird der ganze Spaß natürlich noch einmal gesteigert. Viel mehr hat der Film zwar nicht zu bieten aber was soll’s, der Name, die Unfälle und die 3D Technik - ich war schon bei langweiligeren Filmen im Kino.

Fazit: Wer auf eine gut erzählte Geschichte und schauspielerische Höchstleistungen verzichten und sich von ein paar guten Splatterszenen unterhalten lassen kann ist hier richtig. Dabei hätte ich mir doch einen Film gewünscht, der mehr Hintergründe oder auch nur irgendetwas Neues gebracht hätte und dazu natürlich die Splatterszenen. Naja vielleicht gibt es in zehn Jahren ja mal ein vernünftiges Remake bzw. eine Neuinterpretation.

Drag me to Hell

drag-me-to-hellWer kann sich noch an Sam Raimi erinnern. Ja ich weiß der hat die Spiderman Filme gemacht aber Jahre zuvor konnte er richtig gute Horrorfilme unter seinem Namen verbuchen. Und bei diesem Thema ist er nun auch wieder gelandet. Zum Glück denn man merkt sofort das er genau auf diesem Gebiet einer der ganz Großen ist.

Drag me to Hell wurde schon vor 10 Jahren geplant konnte aber wegen den Spiderman Filmen erst jetzt umgesetzt werden. Lieber später als nie. Der Film handelt von einem Mädchen, welches bei einer Bank arbeitet, einen festen Freund und eine Katze hat. Eigentlich hat sie ein sehr gutes Leben, bis zu dem Tag als sie einer alten Zigeunerin einen Kredit verwehrt. Diese belegt sie mit einem Fluch so das sie innerhalb von 3 Tagen von einer Ziegenähnlichen Kreatur in die Hölle geholt wird. Davor wird sie natürlich von dieser Kreatur belästigt.

Die Hauptrolle wird von der jungen Schauspielerin Alison Lohman dargestellt. Und sie passt für die Rolle wie kaum eine andere. Die männliche Hauptrolle wird von Justin Long (bekannt aus Jeepers Creepers) gespielt. Auch er leistet als Freund der Hauptdarstellerin sehr gute Arbeit, auch wenn er den braven Streber darstellt.

Bei einem Horrorfilm kommt es nun mal auf gruselige und zum Teil auch eklige Szenen an. Die meisten aktuellen Horrorfilme legen darauf so gut wie keinen Wert mehr. Man sieht nur noch wie duzende von Leuten durch ein Messer, eine Machete oder eine Axt niedergemetzelt werden. Das ist doch immer das Selbe und hat für mich schon fast gar nichts mehr zu bieten. Ganz anders ist hier Drag me to Hell, im Stiel von Tanz der Teufel legt der Film viel Wert auf kurze Schockmomente und teilweise echt eklige Szenen. Richtig erfrischend endlich mal wieder etwas anderes zu sehen.

Drag me to hell bleibt vom Anfang bis zum End spannen und lässt keine Langeweile aufkommen und vor allem das Ende ist super gelungen. Ganzgenau so muss ein Horrorfilm enden. Bei der Produktion wurde viel mit Pupen und Masken gearbeitet und weniger mit modernen Computereffekten, das finde ich zur Abwechslung sehr schön aber mittlerweile ist man auch etwas von der modernen Technik verwöhnt und darum wirken manche Szenen etwas altbacken.

Fazit: Darg me to Hell ist eine Horrorfilm der alten Schule und für alle Fans von klassischen Horrorfilmen ala Tanz der Teufel oder Braindead ein muss. Sam Raimi ist wieder dort gelandet wo er auch eigentlich hin gehört. Vielleicht gelingt anderen dieser Schritt auch, jawohl Peter Jackson ich blicke in deine Richtung!

The Descent - Abgrund des GrauensEs ist wieder Horror-Zeit. Dieses Mal wird über einen britischen Horror-Thriller aus dem Jahre 2005 berichtet, der vor kurzem im TV lief. Es geht um „The Descent – Abgrund des Grauens“. Ich dachte, eh ich mir nur Grütze im Fernsehen anschaue, werfe ich lieber mal einen Blick auf diesen Film. Eigentlich bin ich ja von Horror-Filmen die im deutschen TV laufen, nicht so überzeigt (wegen der ganzen Zensur und Jugendfreigabe…), aber bei „The Descent – Abgrund des Grauens“ wurde ich nicht enttäuscht.

Der Film glänzt mit einer gut durchdachten Story, die schlüssig wirkt und an keiner Stelle negativ auffällt oder als unglaubwürdig abgestempelt werden könnte. Na gut, der Anfang passt nicht ganz zum restlichen Film, aber das sind auch nur ca. 5 Minuten, die man getrost ignorieren kann.

Und zwar geht es in dem Film um 6 befreundete Frauen, die in den amerikanischen Appalachen eine Höhlenexpedition machen wollen. 5 der Frauen glauben, sie besichtigen eine bereits erforschte sichere Höhle, doch die Kletterführerin Juno führt die Gruppe zum Eingang eines Höhlensystems, welches noch nicht erforscht ist.

Die Gruppe seilt sich also in das Höhlensystem ab und dringt immer weiter in den Berg ein. Beim durchqueren eines engen Tunnels stürzt dieser aber ein und schneidet so die Frauen vom Ausgang der Höhle ab. Schnell finden die anderen heraus, dass Juno ihnen nicht die Wahrheit über die Höhle erzählt hat, dass es sich also um ein unerforschtes Terrain handelt.

Die 6 Freundinnen reißen sich aber zusammen und machen sich auf die Suche nach einem anderen Ausgang. Nach einiger Zeit hört eine der Frauen ständig irgendwelche Geräusche, und sieht im Licht der Taschenlampe auch eine Kreatur vorbeihaschen. Schnell wird ihnen klar, sie sind nicht alleine in der Höhle, und das Spiel nimmt seinen Lauf.

Die Frauen sind also in einer Höhle eingeschlossen, welche von Kreaturen bewohnt wird, die sich total auf das Jagen in der Finsternis spezialisiert hat. Bald werden die Frauen zu Gejagten, eine nach der anderen wird von den Kreaturen abgeschlachtet und gefressen.

The DescentDer Film setzt anfangs sehr auf Schreckmomente, später wandelt er sich langsam in einen Psycho-Horror mit Metzel-Szenen um. Die Frauen müssen sich ständig fragen, wo als nächstes eine Kreatur auftaucht, bzw. wie man diese erledigen kann. Die Kreaturen sind zwar blind, reagieren aber auf Schall. Und so kommt es auch ab und zu vor, dass sich solch ein Höhlenmonster direkt auf eine der Frauen setzt, diese gierig beschnüffelt, ohne zu wissen, dass es sich um potentielles Fressen handelt…

Fazit: Die Monster sowie der gesamte Film ist den Machern meiner Meinung nach sehr gut gelungen, dies bestätigten auch die Zuschauer. Der Film spielte bei einem Budget von 6,5 Millionen Dollar weltweit mehr als 43 Millionen Dollar an den Kinokassen ein, da sind noch nicht einmal die DVD-Verkäufe mit eingerechnet.

Ich empfehle euch ganz klar, den Film anzusehen. Ein direkter Nachfolger soll Ende dieses Jahres ebenfalls herauskommen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

Trailer zu Hallowen 2

Rob Zombie, der Schöpfer von das Haus der 1000 Leichen und  The Devil’s Rejects arbeitet zur Zeit an der Fortsetzung seines Halloween Remakes. Sein erster Remake hat mir sehr gut gefallen, da es keine 1:1 Kopie war. Denn Rob Zombie erzählte die Geschichte neu und schuf damit den erfolgreichsten Halloween Film aller Zeiten. Deshalb muss natürlich eine Fortsetzung her.  Ob diese mit dem ersten Teil mithalten kann bezweifle zwar noch aber Rob Zombie Filme stehen eigentlich immer für sehr gute Qualität.

Der Trailer sieht zumindest schon vielversprechend aus. Halloween 2  startet in den Vereinigten Staaten am 29. August wahrscheinlich wird er bei uns erst im Oktober, pünktlich zu Halloween anlaufen. Wird sich zeigen ob der zweite Teil wieder ein Erfolg wird.

Wrong Turn 1 & 2

Wrong Turn 1Ich bin von Horrorfilmen der Machart wie zum Beispiel „The Hills have Eyes“ sehr begeistert. Als ich mich vor kurzem auf die Suche nach einem eventuellen Nachfolger zum ersten und 2ten Teil machte, bin ich auf die ähnlichen Filme Wrong Turn 1 und Wrong Turn 2 (Dead End) gestoßen. Die Beschreibung versprach spannende, mit Metzel-Szenen gespickte Horrorfilme. Also bestellte ich mir die DVDs und sah mir die beiden Teile an.

Im Grunde genommen geht es darum, dass in den Wäldern von West Virginia irgendwelche Mutanten und Hinterwäldler (Söhne des Waldes) hausen und jeden abschlachten, der sich dorthin verirrt.

Angefangen bei einem Ehepaar, dass nur klettern will, oder einer Gruppe reiselustiger junger Leute, die Urlaub machen wollen, und durch eine Reifenpanne getrennt werden. All diese Leute werden langsam nach und nach abgeschlachtet. Und mit abgeschlachtet meine ich auch abgeschlachtet. Denn die Mutanten, dessen Körper total entstellt sind, gehen äußerst brutal vor. So kann es schon mal vorkommen, dass einen der Protagonisten eine Axt in den Bauch gerammt wird, und dessen Eingeweide sich in der Gegend verteilen. Diese Filme sind also nichts für schwache Nerven!

Während der erste Teil meiner Meinung nach äußerst gelungen ist, geht der 2te Teil leider in dessen Schatten vollkommen unter. Der erste Teil ist voller Schreckmomente und man kann sich so richtig in die Situation hinein versetzen, in Wrong Turn 2 wirkt aber alles total aufgesetzt, als würde man dem ersten Teil unbedingt nachkommen wollen.

Wrong Turn 2In Wrong Turn 1 setzt man auf die Unwissenheit der Zuschauer, was als nächstes passieren könnte, oder wer diese entstellten Kreaturen sind. Die Mutanten sprechen nicht, man hört nur ab und zu Brumm- und Schreilaute von ihnen. Im zweiten Teil hingegen sprechen die Deformierten miteinander, sitzen sogar am Tisch und Essen zivilisiert usw… Man bekommt den Eindruck, es wären keine Hinterwäldler, sondern einfach nur hässlich aussehende Verrückte.

Die Story, beziehungsweise der Wertegang des Geschehens ist bei Wrong Turn 1 sehr gelungen. Es gab keine Stellen, an denen ich gesagt hätte, das wäre total unlogisch und schwachsinnig. Hingegen im 2ten Teil gab es keine einzige Stelle, die mir logisch erschien.

Meine Empfehlung geht ganz klar an Wrong Turn 1. Unter anderem auch, weil in diesem Teil die äußerst hübsche Eliza Dushku als „Jessi“ mitspielt. Ein sexy Mädel ist die Eliza, schon alleine wegen ihr hat sich das ansehen von Wrong Turn 1 gelohnt. In Wrong Turn 2 spielen zwar auch ein paar hübsche Damen mit, aber an den ersten Teil kommen diese nicht ran.

Die schauspielerische Leistung konnte von den Darstelern im ersten Teil absolut überzeugen. In Wrong Turn 2 hingegen hätte ich mir als Regisseur die Frage gestellt, ob ich einen Horrorfilm drehen möchte, oder doch eher eine Trash-Komödie! Denn die Mimik und Gestik der Darsteller war total überzogen, das Handeln wirkte aufgesetzt, und die deutschen Synchronstimmen, die für die deutsche Fassung gewählt wurden, erinnerten mich doch sehr stark an Donald Duck und Goofy!

Fazit: Wrong Turn 1 ist ein absolut fantastischer Backwood Slash Horror-Streifen, den man unbedingt gesehen haben muss. Der 2te Teil kann ruhig ausgelassen werden, dort erfährt man zwar einiges über die Mutanten, aber die schlechte Leistung und „Story“ des Filmes ist es einfach nicht wert. Es gibt außer diesen beiden Teilen noch Wrong Turn 3 (Left for Dead), welcher aber erst im September 2009 veröffentlicht wird.

Hier noch ein Trailer für Wrong Turn 3 (Left for Dead):

My Bloody Valentine 3D

my-bloddy-valenineScheinbar kommt dieser 3D Quatsch alle paar Jahre einmal wieder zurück. Nach dem diese Technik in den 1950ziger Jahren ihre Blütezeit hatte wird es in jedem Jahrzehnt mindestens einmal wieder ausgegraben. Dieses Mal bei „My Bloody Valentine” dem Remake von „ Blutiger Valentinstag” aus dem Jahre 1981. Diese 3D Technik sieht bestimmt nicht schlecht aus aber man sollte bedenken, dass in Deutschland nur wenige Kinos diesen Standart besitzen. Und deshalb wird sich der Großteil der Deutschen einen mittelmäßigen Horrorfilm ganz ohne 3D anschauen.

Das Remake ist eigentlich gar kein Remake denn die Storry ist vollkommen anders. Das Ende des ersten Teils ist so zu sagen der Anfang von Teil 2. Gut, das finde ich ganz interessant, denn ein 1:1 Remake ist für alle die das original gesehen haben nicht’s neues. So versucht Patrick Lussier mit seiner Neuverfilmung einen anderen Weg zu gehen. Und das gelingt ihm auch anfangs ganz gut.

Denn nach dem Massacre in der Mine am Anfang des Filmes entsteht ein gewaltiger Bruch. Nach genau zehn Jahren kehrt einer der überlebenden an den Ort des Geschehens zurück. Nun beginnt der Albtraum von vorn,  der Mörder (ein als Minenarbeiter verkleideter Wahnsinniger mit einer Spitzhacke) lauert allen überlebenden der Startsequenz auf. Die Story ist für einen Film diese Genres gar nicht so übel. Der Film bleibt auf jeden Fall spannend da erst am Ende des Films der Täter enttarnt wird.

Leider sind wie bei diesem Filmgenre üblich keine  sehr bekannten Schauspieler an board. Aber dennoch leisten sie einiges. Und „My Bloody Valentine 3D” wirk immer professionell und glaubwürdig.

Fazit: My Bloody Valentine 3D ist ein ganz normaler Horror-Film wie auch Freitag der 13te und somit wahrscheinlich nur etwas für Fans der Genres. Denn es handelt sich um einen soliden Film der außer der 3D Darstellung nichts wirklich Neues bieten kann.