Rampage - Rache ist unbarmherzig

rampageWas kann man eigentlich von einem Film des Regisseurs Uwe Boll erwarten? Es gibt wohl kaum einen schlechteren Namen in der Filmbranche, Boll erhielt sogar die Goldene Himbeere in der Kategorie „Schlechtestes bisheriges Lebenswerk”. Doch irgendwie kann ich den ganzen Rummel nicht verstehen, klar sind die meisten seiner Filme keine Meisterwerke doch hin und wieder ist ein richtig interessanter Titel dabei. So hat mir Postal schon recht gut gefallen und der neue Titel Rampage schockiert zumindest richtig.

Uwe Boll verarbeitet in Rampage das heikle Thema „Amoklauf” auf eine zum Teil ironische und ernste Art. Es geht um den eher unscheinbaren Bill, er ist 23 Jahre alt, wohnt noch zu Hause, jobbt in einer KFZ Werkstatt, eben auf den ersten Blick ein ganz normaler Typ. Doch Bill ist mit seinem Leben irgendwie nie so richtig zufrieden, seine Eltern gehen ihm immer wieder mit den selben Sprüchen (wie er solle doch endlich erwachsen werden und ausziehen u.s.w.) auf die nerven. Sein Arbeitgeber behandelt ihn schlecht, sein bester Freund quatscht ihn dauernd mit irgendwelchen Revolutionären Gedankengut voll, unternimmt aber nichts. Doch Bill hat einen Plan, einen erschreckenden Plan, denn er will ein für alle Mal ein Zeichen setzen.

Das erste drittel des Films behandelt das soziale Umfeld von Bill und lässt so manche Hintergründe erahnen. Jedoch fehlt ihr das ein oder andere, die Ansätze sind da doch werden nicht konsequent zu Ende geführt.

Später wird ein Szenario dargestellt das erschreckend nah an der Realität ist. Bill nimmt ein Bekenner Video auf, unternimmt erste Schießversuche im Wald baut sich eine Rüstung im Stil diverser Ego Shooter.

Der Amoklauf an sich ist natürlich mit aller Brutalität und Direktheit dargestellt wobei die ungeschnittene Version erschreckt, da Uwe Boll den Täter nicht als den typischen „Bösen” darstellt. Er versucht die diversen Hintergründe glaubhaft darzustellen und macht somit den Täter Bill Menschlich. Um nicht zu viel zu verraten hör ich jetzt auf, nur eins vielleicht noch es gibt nur sehr wenige Filme wo das Böse gewinnt, doch das ist  zumindest mal ne Abwechslung zu diesen ganzen aufgesetzten und völlig überzogen Happy Ends. Das dieser Film, wie vielleicht vorher kaum ein anderer die Gemüter erhitzen könnte und Diskussionen auslösen wird sehe ich schon deutlich vor mir doch die Leute sollten dabei nie vergessen das es nur ein Film ist.

Fazit: Rampage ist ein Film der zweifelsohne schockiert aber noch deutlich mehr zu bieten hat.  Uwe Bolls bisher bestes Werk sollte nicht von Leuten mit schwachen nerven oder Minderjährigen gesehen werden, da diese den Film eventuell falsch interpretieren könnten, alle anderen sollten sich unbedingt die Unzensierte Version anschauen, denn in der deutschen Version fehlen über 5 Minuten.

Kampf der Titanen

kampf der titanenWieder mal ein Remake, scheinbar gibt es mittlerweile wirklich keine guten Ideen oder Drehbuchschreiber in Hollywood mehr. Doch den originalen Kampf der Titanen(von 1981) hab ich nie gesehen (leider?) daher kann ich ganz unvoreingenommen ein Review schreiben. Aber zuerst mal vorweg Kampf der Titanen ist kein zweiter 300 auch wenn der Trailer einem etwas anderes erzählen will. Wer den Film mit 300 vergleicht wird mit aller Sicherheit enttäuscht sein.

Kampf der Titanen erzählt die Geschichte der Perseussage bzw. über den Sohn des Zeus. Der Titel lässt zwar etwas ganz anderes erwarten, da die Titanen(die alten griechischen Götter), in diesem Film überhaupt nicht vor kommen. Aber egal der Film beginnt als ein Fischer eine sargähnliche Truhe findet, darin ist eine Frau mit einem Kind. Die Frau ist schon verstorben, doch das Kind erfreut sich scheinbar bester Gesundheit. Der Fischer zieht das Kind ,als ob es sein eigenes wäre, auf.  17 Jahre später wird der Fischer und seine Familie durch den Gott der Unterwelt Hades getötet.  Der gefundene Sohn Perseus schwört Rache und macht sich auf, Hades und die anderen Götter zu töten. Dabei kommt er durch eine Stadt die sich Argos nennt. Der König selbst soll entscheiden wie es mit Perseus weiter geht. Dabei rebelliert die Königin von Argos gehen die Götter und erklärt ihre Tochter Andromedar aufgrund ihrer Schönheit zur Göttin. Darauf hin erscheint Hades erneut und stellt die Stadt vor ein Ultimatum, entweder Andromedar wird den Göttern geopfert oder die Stadt wird durch einen riesigen Kraken zerstört. Perseus bekommt ein paar Männer gestellt und soll mit ihnen Hades aufhalten.

Das Geschichten aus der griechischen Mythologie das Publikum begeistern können ist ja schon seit 300 bekannt. Dennoch stört mich etwas an Kampf der Titanen. Ich würde zwar nie behaupten, dass diese tausende Jahre alte Geschichte langweilig ist, doch diese Interpretation wirkt schon sehr herzlos und teilweise auch langatmig. Wer die klassische Perseus Saga kennt wird die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, denn Kampf der Titanen interpretiert die Geschichte sehr frei und dreht sich alles wie es eben gerade gebraucht wird. Dafür sind die CGI Effekte sehr gut ausgearbeitet aber ob das für einen guten Film reicht? Kampf der Titanen will ja außerdem noch auf der wiedereinmal laufenden 3D Welle mit schwimmen. Dazu werde ich jetzt mal nichts mehr schreiben, denn wer meinen Blog regelmäßig liest weiß genau wie ich darüber denke.

Fazit: Kampf der Titanen lässt sich schwierig beurteilen, denn der Film hat so seine Momente und griechische Sagen kommen immer gut an. Auf der anderen Seite sind mir auch viele Sachen negativ aufgefallen, wie die Erzählweise oder die inhaltlichen Fehler. Wer jetzt im Sommer zu viel Zeit hat kann sich Kampf der Titanen ruhig ansehen alle anderen gehen bei diesen Temperaturen wohl lieber ins Freibad.

From Paris with Love

from Paris with LoveJa der Start von „From Paris with Love” ist schon ein ganzes Stück her dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen etwas über diesen Film mit John Travolta zu schreiben. Denn From Paris with Love ist auf jeden Fall sehenswert und das nicht nur weil das Drehbuch von Luc Besson geschrieben wurde.

Die Story dreht sich um das Leben des jungen Agenten James Reese, dass wohl eher unspektakulär verläuft. Er hat für einen Agenten einen eher ruhigen Posten und beschäftigt sich mit einfachen Aufgaben wie zum Beispiel Wagen beschatten oder Kennzeichen austauschen. Doch das alles ändert sich schlagartig als er einen besonderen  Anruf bekommt. James soll seinen neuen Partner Charlie Wax, einen Amerikanischen Agenten, vom Flughafen abholen und mit ihm zusammenarbeiten.

Doch dieser Typ ist das genaue Gegenteil von James er verhält sich ähnlich wie B.A. vom dem A-Team.  Die beiden besuchen ein China Restaurant und Wax zögert nicht den kompletten Laden auseinander zu nehmen nur um an ein paar Informationen zu kommen. Plötzlich sind beide in einen Drogenkrieg verwickelt. Aber eigentlich geht es um etwas ganz anderes. Eine Gruppe Terroristen versucht bei einem diplomatischen Treffen die gesamte US- Delegation auszuschalten. Und zufällig ist James Freundin, welche schon Jahre mit James zusammen lebt, die Terroristin, die den Anschlag ausführen soll. Als Wax ihre Freundin erschießt kann sie fliehen und eine rasante Verfolgung beginnt.

Die Story über die ungleichen Partner halte ich zwar für ausgelutscht, dennoch machte es einfach Spaß den Film zu verfolgen, da viel Wert auf atemberaubende Actionszenen und coole Sprüche gelegt wurde. Vor allem die Rolle von John Travolta hat mir sehr gut gefallen, da diese an den typischen 80ziger Jahre Actionheld mit losem Mundwerk(wie in Stirb Langsam) angelehnt ist. Der Film ist ganz im Stil moderner Thriller jedoch mit viel mehr Ironie dargestellt. Es fällt schwer die Figuren bei den ruhigeren Parts des Films wirklich ernst zu nehmen, doch darum geht es eigentlich gar nicht. Die Story gibt außer ein paar unvorhersehbarer Wendungen sowieso nichts her und man wartet einfach nur darauf das Wax irgendjemand ohne erdenklichen Grund erschießt und dann alles aufklärt.

Fazit: Der perfekte Film für einen Abend mit den Kollegen, es wird ausreichend geschossen, es gibt ausreichend Explosionen und wenn man sich während des Films unterhält verpasst man auch nichts.

Iron Man 2

iron man 2Die lange erwartete Fortsetzung der ersten Iron Man Verfilmung von 2008 startete letzte Woche in unseren Kinos. Der erste Teil zeichnete sich durch die gute Besetzung, vor allem durch die Hauptrolle von Robert Downey Jr., und durch die etwas lahme Story aus. Vor allem in Sachen Action hat mich Teil 1 schwer enttäuscht. Jon Favreau, der schon für den ersten Teil verantwortlich war versucht nun mit Teil 2 einiges wieder gut zu machen. Doch das klappt nicht.

Der Handlungsstrang des ersten Teils wird nach einer Unterbrechung von ca. 6Monaten direkt weitergeführt. Tony Stark hat seine Doppelidentität als Iron Man in der Öffentlichkeit zugegeben und haut damit sprichwörtlich richtig auf die Kacke.  Weltweit versuchen Wissenschaftler den revolutionären Iron Man Anzug zu kopieren, jedoch ohne Erfolg. Weiterhin weigert sich Tony Stark standhaft die Technologie seines Anzuges der US-Regierung bereitzustellen. Der Waffenhändler Justin Hammer(Sam Rockwell) versucht alles um an die Technologie des Iron Man zu kommen, dazu lässt er den Russen Ivan Vanko(Mickey Rourke), welcher zuvor versucht hatte Iron Man umzubringen aus dem Gefängnis befreien. Der Vater von Ivan Vanko hatte damals mit dem Vater von Tony Stark den Arc-Reaktor entwickelt, wurde später jedoch abgeschoben deshalb ist Ivan Vanko jetzt auf Rache aus.

Als Tony Stark seinen Geburtstag feiert wird ihm von seinem Bekannten Lt. Colonel James Rhodes(Don Cheadle) ein weiterer Iron Man Anzug entwendet, es kommt zum Kampf zwischen den beiden dieser geht jedoch unentschieden aus und James kann entkommen. James verkauft den Iron Man Anzug an Hammer, der daraufhin versucht Iron Man auszuschalten.

Die Story ist meines Erachtens viel zu aufgeblasen / unübersichtlich und gleichzeitig nur ein stures abarbeiten aufeinanderfolgender Ereignisse. Es wird teilweise aus nichts unendlich viel gemacht und die Actionszenen wieder einmal vernachlässigt. Es geht in Iron Man 2 viel zu viel um „WER hat WAS WARUM gemacht” anstatt um Action, Kämpfe, Explosionen usw.  was man eben von einem richtigen Actionfilm erwartet.

Die Besetzung hingegen ist natürlich wieder einmal absolut gelungen mit Robert Downey Jr. In der Hauptrolle hätte man keinen besseren Schauspieler finden können, vor allem die Großmütigkeit und Arroganz von Tony Stark stellt er perfekt dar. Auch Scarlett Johansson ist mir positiv aufgefallen, die Rolle der Blck Widow steht ihr genau so gut wie die schwarze Haarfarbe.

Und noch ein Wort zum Soundtrack, ich bin positiv überrascht das der Iron Man 2 Soundtrack eigentlich ein AC/DC Greatest Hits ist. Aber hätte Black Sabbath nicht wesendlich besser gepasst? Und warum wurden im Film nur zwei, drei Lieder von AC/DC verwendet? Tja es bleiben Fragen.

Fazit: Iron Man 2 ist weder besser noch schlechter als der erste Teil. Wem dieser bereits gefallen hat, der wird sich auch mit Iron Man 2 anfreunden können. Für alle anderen ist Iron Man 2 nicht zu empfehlen.

Machete Trailer

Hier ist der Trailer zum lange erwarteten Machete von Robert Rodriguez. Über die Besetzung (Danny Trejo, Michelle Rodriguez, Jessica Alba, Robert De Niro, Lindsay Lohan, Cheech Marin, Jeff Fahey, Steven Seagal, Don Johnson, Rose McGowan und Tom Savini), die ja schon lange Bekannst ist, muss ich wahrscheinlich keine Lobeshymnen mehr verkünden.

Dafür kann ich mich ganz auf den Trailer konzentrieren, denn der sieht wie erwartet absolut klasse aus. Am besten gefiel mir die inhaltliche nähe zu original Grindhouse Fake Trailer und der perfekt dargestellte Retro Look. Bei manchen Szenen sieht man gar nicht ob diese vom original stammten oder neu gedreht wurden. Inhaltlich scheint sich der Film mit den Veränderungen der politischen Lage Arizonas zu beschäftigen.

Das Machete ein Erfolg wird ist mir eigentlich jetzt schon klar wiederum kann ich nicht verstehen warum bei solch einem Kaliber noch nicht feststeht ob er hier zu lande überhaupt in die Kinos kommt. Es wäre wirklich eine Frechheit wenn ein Film von Robert Rodriguez mit Jessica Alba, Michelle Rodriguez, Robert De Niro und Steven Seagal nur Als Direkt to DVD erscheinen würde. In den vereinigten Staaten startet Machete jedenfalls am 3. September in den Kinos.

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Kick Ass

kick assAls hätte man nach unzähligen Comic Verfilmungen wie Spiderman, Superman, Fantastic Four usw. nicht schon längs genug von diesem Thema, kommt jetzt auch noch Kick Ass. Bestimmt wieder so eine 0815 Kinderkacke mit Happy End und all dem, was man schon in zig anderen Comicverfilmungen gesehen hat. Tja das war meine Meinung bevor ich mir Kick Ass angeschaut hatte und damit lag ich so was von dermaßen daneben. Denn Kick Ass beinhaltet zwar alle  Elemente einer klassischen Superheldensaga stell diese aber auf eine bisher noch nicht gesehene Art und Weise dar.

Es geht um den Highschool Loser Dave Lizewsk, der keine Erfolg bei Mädchen, nur wenige Freunde und einfach gesagt nicht sehr beliebt ist. Nichts besonderes bis dieser Dave beschließt selbst etwas gegen die Kriminalität zu unternehmen, verkleidet sich als Superheld mit selbst gestaltetem Kostüm macht er sich auf die Jagt nach Verbrecher. Und das alles ohne Superkräfte einer mutierten Spinne, ohne Vorfahren vom Planeten Krypton und ohne irgendeine Ahnung von dem was er tut. Natürlich landet er nach seiner ersten großen Superhelden Tat direkt schwer verletzt im Krankenhaus. Doch Dave gibt nicht auf und muss noch mehr Prügel einstecken. Irgendwann trifft er auf zwei echte Superhelden, einem Ex Cop der sich Big Daddy nennt und seiner Tochter Hit Girl. Zusammen wollen sie die Stadt richtig aufräumen.

Das besondere an Kick Ass ist die Idee dahinter, mal ehrlich wer hat noch nicht davon geträumt ein echter Superheld zu sein und gegen diverse Missstände vorzugehen. Und wenn dann noch solch ein Niemand das versucht und dabei zuerst derbe scheitert  wird die ganze Sache schon sehr amüsant. Weiterhin ist die absolut spitzenmäßige Leistung der erst 13 Jahre alten Chloë Moretz zu erwähnen. Mit welcher Arroganz sie in Kick Ass aufräumt ist schon bemerkenswert. Das lässt mich auch direkt zum nächsten positiven Punkt kommen, die meisten Superheldenfilme richten sich auch an Kinder und kommen deshalb meist ohne großartige Gewaltdarstellung aus, ganz anders Kick Ass. Der Film richtet sich wohl in erster Linie an Erwachsene und darum wird auch das gezeigt wo alle anderen wegblenden.

Einzig negativ ist mir der etwas schleppende Anfang aufgefallen, aber ab ungefähr der hälfte baut der Film ein unheimliches Tempo auf und fesselt den Betrachter mit seiner bis ins kleinste Detail perfekten Inszenierung und sympathische Darstellern wie Nicolas Cage.

Fazit: Kick Ass ist für mich die Überraschung des Jahres. Auf den ersten Blick nur ein weiterer Superhelden Film entpuppt sich Kick Ass als teils deftige Satire mit super inszenierten Action Elementen. Der Film genießt schon jetzt einen gewissen Kultstatus  und gerade deshalb sollte man ihn sich so schnell wie möglich ansehen.

Auftrag Rache

auftrag racheNach ziemlich langer Zeit läuft mal wieder ein Film mit Mel Gibson in den Kinos. Das letzte Mal hab ich ihn glaube in Signs gesehen und der war ja nicht so besonders. Naja egal schön das Mad Max wieder vor der Kamera steht. Und wenn das auch noch in einem Action/Thriller mit einer Rolle als ausgebrannter Cop, die zu ihm passt wie auf den Leib geschnitten sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.

Die Story von Auftrag Rache beginnt als die 24 Jährige Emma Craven nach langer Zeit ihren Vater  Thomas Craven (Mel Gibson)besucht.  Anfangs scheint mit ihr noch alles in Ordnung zu sein doch schon ein paar Szenen später geht es ihr immer schlechter. Als Thomas seine Tochter ins Krankenhaus bringen will wird diese direkt an der Haustür erschossen. Alle sind der Meinung das es sich um einen Anschlag auf Thomas Cravens Leben gehandelt hat und er lediglich verfehlt wurde.  Ohnmächtig vor Wut und Trauer macht er sich auf die Suche nach den Tätern und stellt bald fest des er nicht das Ziel war, sondern seine Tochter ein Doppelleben führte und ganz oben auf der Abschussliste stand. Je weiter er sucht desto weiter betritt er eine Scheinwelt aus Verbrechen, Korruption und Gewalt.

Die Story hört sich ja schon mal gar nicht so schlecht an und erinnert ein wenig an 96 Hours, doch Auftrag Rache geht ganz andere Wege. Während 96 Hours ein Actionfeuerwerk ist und an keiner Stelle Langeweile aufkommt geht es bei Auftrag Rache deutlich zäher voran, was natürlich nicht bedeutet das komplett auf Action verzichtet wurde. Dennoch geht es irgendwie weniger um die Rache an den Mördern der Tochter sondern verschrickt sich weiter und weiter in Politische Machenschaften mit Hintergründen wie nuklearer Bedrohung, Umweltschutz und irgendwelchen Machenschaften von zwielichtigen und kaum zu durchschauenden Regierungsorganisationen. Und genau das ist auch das Problem von Auftrag Rache, der Film driftet zu weit vom wesendlichen ab. Etwas mehr Action hätte dem Handlungsverlauf gut getan und Spannung erzeugt.

Dennoch leistet Mel Gibson wieder einmal sehr gute Arbeit, man nimmt ihm durch seine anteilnahmslose Ausdrucksweise die Rolle des Vaters der sein einziges Kind, welches er gar nicht so richtig kannte, verloren hat vollständig ab. Teilweise erinnert sein Vorgehen auch etwas an Mad Max aber das kommt nur selten vor. Regie führte Martin Campbell, der den meisten durch die sehr gute Umsetzung von James Bond 007 Casino Royal  und Goldeneye bekannt sein sollte.

Fazit: Auftrag Rache ist sicherlich ein ganz interessanter Film verspricht aber mehr als er halten kann. Es ist definitiv kein zweiter 96 Hours oder ein Nachfolger zu Gesetz der Rache. Es tauchen zwar hin und wieder ein paar gute Actionszenen auf aber im Endeffekt lebt der Film nur durch die Rolle von Mel Gibson und das ist mir einfach zu wenig. Wer auf Action steht sollte lieber From Paris with Love anschauen.

Filmgenuss auf HD-Fernsehern

High Definition Television steht für hohe Auflösung und somit für verblüffend scharfe Bilder. Der Filmgenuss auf HD-Fernsehern ist heute problemlos möglich, denn nicht nur kostenpflichtige Sender strahlen heute in HD aus, sondern auch die kostenfreien Sender setzen vermehrt auf HD. Man unterscheidet dabei in Full HD (volle Auflösung) und HD Ready (mittlere Auflösung).

Wichtig ist jedoch, dass die technischen Voraussetzungen für den HD-Empfang gegeben sind. So reicht ein HD-Fernseher nicht aus um Filme auf HD genießen zu können, sondern auch der Receiver muss HD-fähig sein. Wer noch analogen Kabelempfang hat, der muss um HD genießen zu können auf digital umsteigen oder auf einen digitalen Satellitenempfänger.

Filme in HD zu erleben liegt im Trend und ist die Zukunft des Fernsehens, den nicht nur Filme, sondern auch immer mehr Sendungen werden in HD ausgestrahlt. Viele Sender setzen auf HD und ermöglichen so die optimale Nutzung eines HD-Fernsehers.

Während Sky in Deutschland bereits 7 Sender bietet die komplett in HD gesendet werden und auch die Privatsender schon längst auf HD setzen, senden seit 12.Februar 2010 nun auch ARD und ZDF in Deutschland in High Definition.

Die Auswahl an HD-fähigen Endgeräten ist sehr groß geworden und so finden sich heute im Handel fast nur noch LCD oder Plasma-Geräte. Schon bei der Anschaffung sollte man sich Gedanken machen, ob wirklich nur ein HD Fernsehgerät benötigt wird oder auch ein passender HD Receiver. Immer wieder sind Käufer von HD Fernsehgeräten enttäuscht wenn sie trotz des HD Fernsehers nicht direkt in HD Qualität Filme schauen können.

Empfehlenswert ist es grundsätzlich immer einen Blick auf aktuelle Gerätetests zuwerfen, denn nicht immer sind die wirklich hochpreisigen hochauflösende Fernsehgeräte und Receiver auch die hochwertigsten Geräte die sich auf dem Markt befinden. Grundsätzlich bieten die Geräte auch ohne HD-Empfang ein schärferes Bild wie die älteren PAL-Geräte, so lohnt es immer auf ein HD-Fernsehgerät umzurüsten und sich von der sehr hohen Bildqualität überzeugen zu lassen.

Männer die auf Ziegen starren

manner die auf ziegen starrenEine weitere Militär Parodie läuft zur Zeit in den Kinos, dass Thema wurde ja schon in den 80/90ziger Jahren immer mal wieder mit abgearbeitet. Der letzte mir bekannte Film zu dem Thema war Tropic Thunder mit dem Männer die auf Ziegen starren erstmal mithalten muss. Das Hauptaugenmerk der Produzenten liegt allerdings sehr weit von einer klassischen Komödie entfernt, so wird versucht einen eigentlich lustigen  Hintergrund in einem aktuellen Plot unterzubringen.

Im Film geht es um den Journalisten Bob Wilton (Ewan McGregor) der nach dem sich seine Frau von ihm Scheiden ließ neue Herausforderungen sucht und beschließt in den Irak zu gehen. Dort angekommen erfährt er von einer Spezialtruppe der US Army, welche sich in den achtziger Jahren mit parapsychologischen Kampftechniken beschäftigte. Nach dem dieses Thema Bobs Interesse geweckt hatte, suchte er einen ehemaligen Soldaten dieser Einheit auf und fand ihn in Kuwait. Lyn Cassady war damals einer der besten seiner Einheit und konnte mit einem bloßen Blick eine Ziege töten. Daher kommt auch der etwas merkwürdige Titel. Als sich beide treffen werden immer mehr Details über die damalige Spezialeinheit bekannt. Gegen Ende des Films wird die Story aber zunehmen wirrer und ergibt kaum noch eine wirklichen Sinn.

Der Film hat leider ein Problem und das ist die aufgesetzte, auf aktuelle Themen bezogene Handlung. Denn die Story über den Journalisten, der durch den Irak zieht und Geheimnisse aufklärt ist einfach nur zum Gähnen. Dagegen sind die Rückblenden auf die Ausbildung der Spezialsoldaten meistens recht lustig.

Die Starbesetzung des Films ist auch noch eine Erwähnung wert. Neben Ewan McGregor, George Clooney und Kevin Spacey ist auch noch Jeff Bridges mit an Board. Da sie allesamt Profis sind kann man natürlich auch mit entsprechenden Leistungen rechnen und wird nicht enttäuscht. Besonders erwähnenswert ist hier aber nur die Leistung von Jeff Bridges der als Hippie / Soldat besonders daneben wirkt.

Fazit: Männer die auf Ziegen starren findet irgendwie nicht den richtigen Weg zwischen Komödie und Realität, der Film ist zum Teil verwirrend aber gut besetzt. Einige Rückblenden beispielsweise auf die Ausbildung der Soldaten bieten schon ein paar gute Lacher aber sonst ist Männer die auf Ziegen starren kein wirklicher Must See.

family guy prasentiert irgendwo irgendwie irgendwann auf der dunklen seiteEndlich ist die lang ersehnte Fortsetzung zu Blue Harvest auch in deutsch verfügbar.  Blue Harvest sollte allen ein Begriff sein? Nein? Na gut hier noch mal worum es eigentlich geht. Die Familie Griffin sitzt zusammen vor dem Fernseher, plötzlich fällt der Strom aus. Als Überbrückung erzählt Peter seiner Familie eine Geschichte, natürlich nicht irgendeine Geschichte sondern die Geschichte von Star Wars Episode 4. Alle Figuren werden durch Family Guy Charaktere ersetzt und somit entsteht eine klasse Komödie.

Irgendwo, irgendwie, irgendwann auf der dunklen Seite ist im Endeffekt genau das gleiche, nur das dieser Teil sich auf die fünfte Star Wars Episode: Das Imperium schlägt zurück bezieht. Das Beste an diesen Star Wars Parodien ist die Inszenierung, jeder original Schauplatz wurde bis aufs kleinste Detail nachempfunden, selbst die Original Musik wurde eingespielt. Nur die Dialoge wurden etwas verändert und das natürlich im bekannten Family Guy Stil. Da dürfte bei allen Star Wars oder Family Guy Fans kein Auge trocken bleiben. Vor allem da die wichtigen Szenen aus Episode 5 perfekt nachgestellt und parodiert wurden.

Es gibt ja bereits zahlreiche Star Wars Parodien(zum Beispiel Space Balls) doch bis jetzt fand ich nur die beiden Teile von Family Guy wirklich lustig, das liegt wahrscheinlich an der ganz eigenen Interpretation. Family Guy nutzt nicht die abgedroschenen Klischees die schon tausend Mal parodiert wurden sondern tauscht einfach die bekannten Figuren durch Peter, Chris, Lois, Stewie, Quagmire usw. aus. Dadurch entsteht ein etwas merkwürdiges Bild, denn die Story kenn man ja schon trotzdem weis man nie so genau was als nächstes passiert.

Die Qualität der Bluray ist überwältigend gut, das ist Zeichentrick auf höchsten Niveau auch der Ton kann voll und ganz überzeugen. Nur die Spielzeit von knapp einer Stunde ist etwas kurz geraten, doch da hat man sich wahrscheinlich am Vorgänger orientiert.

Fazit: Family Guy präsentiert: Irgendwo, irgendwie, irgendwann auf der dunklen Seite ist ein muss für alle Freunde des schwarzen Humors, natürlich Star Wars Kenntnisse vorausgesetzt. Wem die Serie gefällt findet garantiert auch an der Star Wars Parodie gefallen aber nicht vergessen vorher noch mal Blue Harvest zu schauen.