Lesbian Vampire Killers

lesbian vampire killersAls Gegenpol zu diesem ganzen Twilight Mist, kommt demnächst die Horror-Komödie Lesbian Vampire Killers, leider wieder einmal nur als Direkt to DVD/BluRay. Aber daran hat man sich ja mittlerweile bei guten B-Movies gewöhnt. Lesbian Vampire Killers ist eine exzellente Horror-Komödie ein weiteres mal aus England. Auch daran hat man sich inzwischen gewöhnt, denn das ist jetzt schon der dritte Superstreifen(Shaun of the Dead, Hot Fuzz) in den letzten paar Jahren, da frag ich mich nur warum die Engländer so gute Filme machen und bei uns Deutschen nur Mist heraus kommt.

Wer bei den Titel zuerst an einen billigen B-Movie denkt liegt gar nicht so weit daneben,  denn Lesbian Vampire Killers ist sicherlich ein B-Movie, dass sagt bereits der überaus treffend gewählte Titel, aber bestimmt kein billig produzierter oder schlechter. Im Film wollen die zwei Freunde Fletch und Jimmy endlich einmal wieder all ihren Stress vergessen und so richtig Urlaub machen. Da sie für Ibiza nicht genügend auf der hohen Kante haben verschlägt es sie in ein kleines Dorf im Osten von England. Was sie aber nicht wissen ist, dass sich in diesem besagten Ort jedes Mädchen an ihrem achtzehnten Geburtstag in einen lesbischen Vampir verwandelt.

Dieser Film ist eine gelungene Parodie auf fast alle Vampirfilme der letzten 20Jahre und fast jedes Klischee wird durch den Dreck gezogen. Natürlich hätte das Release kaum besser gewählt werden können, da ja gerade der zweite Teil der mehr als nur sinnlosen Twilight Reihe angelaufen ist. Im Endeffekt bietet Lesbian Vampire Killers sehr viele gute Lacher und will gar nicht als echter Horrorfilm ernst genommen werden obwohl  er doch die ein oder andere Schrecksekunde bietet.

Auch die Besetzung kann sich sehen lassen, mit MyAnna Buring ist die weibliche Hauptrolle mit eine echten Schönheit besetzt obwohl sie anfangs mit Brille und Streber Outfit etwas bieder wirkt.  Allgemein spielen bei Lesbian Vampire Killers überdurchschnittlich viele hübsche Frauen mit, ungewöhnlich für einen Englischen Film. Dennoch stehen auf der Setlist keine weiteren bekannten Namen und alle Figuren des Film sind die üblichen Stereotypen wie man sie aus jedem Horrorfilm kennt. Aber mehr habe ich auch nicht erwartet und mehr Tiefgang hätte dem kurzweiligen Spaß des Films  wahrscheinlich nicht besonders gut getan.

Fazit: Lesbian Vampire Killers ist eine sehr gelungen Horrorkomödie für alle. Der Film bietet 88 Minuten gute Unterhaltung und ist nicht ganz ernst zu nehmen aber perfekt für einen DVD Abend mit Freunden, am besten noch als Double Feature mit Dead Snow.

Gamer

GamerGamer, das neuste Projekt der Crack und Crank 2: High Voltage Schöpfer läuft gerade in unseren heimischen Kinos an. Diesmal haben sie noch ein paar Science-Fiction Elemente in die bekennend actionlastige Produktion gepackt. Anders wie die beiden Crank Filme bietet Gamer wenigsten ansatzweise einen vernünftigen und glaubhaften Handlungsstrang. Auch wenn allen klar sein müsste das es sich hier nicht um einen langweiligen Thriller handelt, die Action bestimmt die Handlung.

Die Hauptrolle wird von Gerard Butler(Gesetz der Rache, 300) übernommen, die weibliche Hauptrolle Angie stellt Amber Valletta(Transporter - The Mission) dar und der Bösewicht Ken Castle wird von Michael C. Hall gespielt. Weiterhin sind noch Alison Lohman(Drag Me to Hell) und Ludacris dabei.  Die Besetzung ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und alle Charaktere wirken glaubhaft. Der Film spielt in einer nicht so weit entfernten Zukunft. Die Verwendung von Social Netzwerkdiensten und Second Life Spielen ist allgegenwärtig. Der Milliardär Ken Castle schaffte vor einiger Zeit eine Revolution des Multimediazeitalters.

Er entwarf ein einfaches Spiel, ähnlich wie das bekannte Second Life oder Playstation Home, in dem der Spieler eine virtuelle Figur steuert und mit ihr verschiedene Dinge tun kann, wie zum Beispiel ins Kino gehen, Leute treffen und so weiter. Ken Castle entwickelte diesen Gedanken weiter in dem er auf virtuelle Figuren verzichtete und das Spiel mit echten Menschen verwirklichte.  Die Personen konnten natürlich freiwillig entscheiden ob sie steuern oder gesteuert werden. Wer steuern wollte muss bezahlen, wer gesteuert wird bekommt einen Chip ins Gehirn eingepflanzt, dieser bewirkt das man die Person quasi fernsteuern kann. Ob die Ferngesteuerten alles miterleben oder doch noch eine Entscheidungsmöglichkeit haben bleibt offen.

Dieses System funktionierte so gut, das Ken Castle schon wieder das nächste Projekt gestartet hat. Das Spiel nennt sich Slayers und die Spieler treten in einer virtuellen Schlacht mit echten ferngesteuerten Menschen gegeneinander an. Bei den Ferngesteuerten handelt es sich um verurteilte Schwerverbrecher welche die Todesstrafe erwartet, überleben sie 30Runden werden sie in die Freiheit entlassen. Der Held des Spieles ist der Sträfling Kabel, der bereits 28 Runden überlebt hat und kurz vor der Freilassung steht, jedoch versucht der Entwickler des Spiels alles um das zu verhindern.

Gamer ist ein erschreckender Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft und gleichzeitig eine Gesellschaftskritik an allen Virtualreality Spielen und Social Network Diesten. Der Film besitzt einen außergewöhnlich modernen Look, die Bilder sehen verdammt scharf und detailliert aus. Kein Wunder Gamer wurde mit einem neuen digitalen Kamerasystem gedreht. Die Optik des ganzen Films ist einfach umwerfend, nicht nur die Bildqualität sondern auch das bis ins kleinste Detail modern dargestellte Set. Alle Figuren, vor allem die Frauen sehen bizarr und gleichzeitig superhübsch aus. Demgegenüber steht die Story, die eigentliche Idee hinter dem Film ist klasse doch bei der Umsetzung bleiben leider einige Fragen offen.

Fazit: Gamer ist ein Film im Stil von Crack und dementsprechend schnell und rasant dargestellt. Es bleibt keine Zeit für sinnlose Dialoge, eine Explosion jagt die nächste. Also ein Film ganz nach meinem Geschmack, gut die Story hätte noch etwas ausführlicher sein können aber was soll’s schon alleine wegen der brillanten Inszenierung ROCKT der Film. Ein klares muss für alle Action Fans.

Rob Zombie`s Halloween 2

halloween 2In der heutigen Zeit ist ja ein Remake nichts besonderes mehr, hingegen eine Fortsetzung des Remakes schon. Leider kann wie bei vielen Filmen die Fortsetzung nicht mit dem Original mithalten, bei Rob Zombies Halloween 2 sieht es da nicht sehr viel anders aus. Das soll jetzt natürlich nicht heißen das Halloween 2 ein schlechter Film ist, so etwas würde mir nie über die Lippen kommen, da ich ein großer Fan der Werke von Rob Zombie bin, sowohl Musik als auch Filme.

Die Story knüpft direkt an die Geschehnisse des ersten Teils an, also sollte man diesen am besten vorher noch mal anschauen. Laurie hat schwere Depressionen und ist nicht mehr das selbe Mädchen, dass wir aus dem ersten Teil kennen. Sie hat sich komplett verändert, aus dem schüchternen, braven Mädchen mit Brille wurde eine richtige Metalbitch im positiven Sinne, der Look steht ihr sehr gut. Denn jetzt hat sie und auch die anderen Figuren endlich Züge eines Charakters von Rob Zombie angenommen. Laurie wohnt bei Anni und ihrem Vater, die Stimmung ist nicht besonders gut da alle so ihre Probleme mit den Vorfällen des letzten Jahres haben. Dr. Loomis ist ein geldgeiles Arschloch geworden der nur noch an seinen Profit denkt und schon das nächste Buch herausbringt. Dabei nimmt er aber keine Rücksicht auf die anderen Verbliebenen und veröffentlicht viele Informationen, auch das Laurie die leibliche Schwester von Michael ist.

Michael Meyers hat hingegen das Ende des ersten Films überlebt und wenn man so will lebt er im Wald und wartet auf das nächste Halloween während ihn ständig Visionen von seiner Mutter und seines früheren ich’s plagen. Auch die Halloween Maske trägt er nicht mehr besonders oft. Das lässt zwar Fans des Originales heftig aufstoßen aber ich finde es gar nicht so schlecht das sich Zombies Michael Meyers anders verhält als das Original, er wirkt so um ein vielfaches menschlicher. Außerdem geht es bei einem Remake nicht darum, die selbe Geschichte ein weiteres Mal identisch zu erzählen.

Im Film geht es teilweise auch relativ heftig zur Sache, gut es ist ein Horrorfilm und da gehören derbe Splatterszenen einfach dazu. Wie alle Filme von Rob Zombie ist auch dieser nichts für schwache Nerven, dafür kommen alle Hartgesotten wie ich voll auf ihre Kosten. Weiterhin ist mir der Soundtrack besonders positiv aufgefallen, von Metallica bis Motörhead ist alles dabei, und die sorgfältig ausgewählten Metal Tracks tragen positiv zur Stimmung des Filmes bei.

Fazit: Meine Meinung zu Halloween 2 ist geteilt, zum einen war der Vorgänger doch ein bisschen spannender, ein bisschen glaubhafter und ein bisschen näher am Original. Dafür ist Teil 2 viel mehr ein echter Rob Zombie Film der genau seine sonst so charakteristische Handschrift trägt. Schaut euch den Film am besten an und bildet euch selbst eine Meinung dazu.

Trailer zum neuen A-Team Film

Dieses Jahr ist es endlich so weit, das legendäre A-Team ist zurück. Am 22.7.2010 soll der Film in den Kinos starten. Das heißt erstmal noch ein ganzes Stück abwarten, aber als kleinen Vorgeschmack auf den fertigen Film hier schon mal der Trailer. Leider ist die Bildqualität nicht besonders gut aber was soll´s.

Ich hätte nie gedacht, das die Figuren so gut passen würden. Vor allem Hannibal (gespielt von Liam Neeson) und Face (gespielt von Bradley Cooper) sehen den Originalen zum verwechseln ähnlich. Nur B.A. Baracus wirkt sehr künstlich und passt irgendwie so gar nicht in meine Vorstellung vom A-Team, vielleicht liegt es an den fehlenden Goldketten oder einfach daran das Mister T. noch immer allgegenwärtig ist. Also meiner Meinung nach wäre der Film mit dem originalen Mister T. Zehnmal kultiger und wahrscheinlich auch besser geworden.

Die dargestellte Action wirkt vielleicht auf den ersten Blick etwas übertrieben doch jeder der das Original kennt wird nichts anderes erwarten und da geht es auch einmal in Ordnung wenn ein Panzer an einem Fallschirm hängt.

Ansonsten kann man zu diesem frühen Zeitpunkt noch recht wenig sagen, deshalb erstmal abwarten. Natürlich müssen sie unbedingt das A-Team Themevernünftig einbinden, im Trailer ist es nur einmal kurz zu erahnen.

Gesetz der Rache

Gesetz der RacheEs klingelt an der Tür, einmal, zweimal, der Tüftler Clyde Shelton öffnet, bekommt einen heftigen Schlag mit einem Baseballschläger und kann nur noch zuschauen wie seine Frau und seine Tochter vergewaltigt und abgestochen werden. Er überlebt und hofft auf einen fairen Prozess gegen die Mörder seiner Familie, doch es läuft anders als erwartet, sein Anwalt macht einen Deal wodurch nur einer der beiden Mörder zur Rechenschaft gezogen wird. Clyde Shelton versteht die Welt nicht mehr und ist auf Rache aus nicht nur an dem Mörder seiner Familie sondern an dem ganzen nicht funktionierenden Justizsystem.

Das klingt nach einem richtig guten Thriller und das ist Gesetz der Rache auch, ein Film der vom Anfang bis zum Ende spannend und unberechenbar bleibt. F. Gary Gray hat es geschafft einen wirklich sehr interessanten Film im Stil von 96 Hour zu drehen. Die Hauptrollen werden von Gerard Butler und Jamie Foxx dargestellt. Gerard Butler ist meiner Meinung nach die Idealbesetzung für Clyde Shelton da er vom ersten Augenblick an die Rolle des Wahnsinnigen , der mit allen sein Spiel spielt perfekt darstellen kann. Dennoch gewinnt er den Zuschauer für sich. Der Anwalt Jamie Foxx reagiert meiner Meinung nach etwas zu passiv, für eine Figur die auf der Abschussliste eines Verrückten ganz oben steht, darum wirkt die Figur auch etwas Unglaubwürdig.

Ein guter Thriller hat meiner Meinung immer neben der Story sehr gute Actionelemente auch hier kann Gesetz der Rache punkten, von Schießereien bis zu vernünftigen Explosionen ist alles dabei. Dennoch wäre auch hier noch etwas mehr möglich gewesen..

Trotz allem Lob schafft es Gesetz der Rache nicht solch eine düstere Atmosphäre wie beispielsweise Sieben aufzubauen. Auch mache Dialoge ziehen sich zum Teil ein wenig. Ebenfalls enttäuscht das Finale des Films etwas, da Clyde Shelton der ganz große Clou nicht gelingt, und das Ende schnell und relativ unerwartet auf einen zukommt. Da hätte man gut und gerne noch etwas mehr Dramatik rein packen können, um dem Film ein würdiges Ende zu gewähren.

Fazit: Gesetz der Rache ist ein sehr spannender und gut inszenierter Thriller, Gerard Butler ist nun auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen und leistet sehr gute Arbeit. Gesetz der Rache  kann man schon zu einen der wenigen Must-See Filme des Jahres 2009zählen, doch der absolute Must-See Film dieses Jahres ist natürlich Zombieland doch dazu später mehr.

2012

2012Roland Emmerich ist Katastrophengeil! Soviel ist mir seit seinem neusten Film 2012 klar, gut er hat ja bereits einige Filme dieser Art gedreht. Mit Independence Day, Godzilla und The Day After Tomorrow hat Emmerich ja bereits mehrmals sein Zerstörungstalent unter Beweis gestellt, doch bei 2012 muss dieses Mal die komplette Erde daran glauben. Wer jetzt einen Film erwartet in dem es dauernd nur kracht, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Die besten Szenen wurden eigentlich schon in den Trailern verheizt, übrig bleiben nur die üblichen Liebesgeschichten, Familien Wiedervereinigungen und eben der ganze andere Mist den man bei einem sonst so interessanten Katastrophenfilm wohl unbedingt braucht. –>ganz genau Mister Cameron ich blicke in deine Richtung.

Die Story um Sonnenaktivitäten die den Erdkern erhitzen und dadurch eine Veränderung der Erdkruste mit sich ziehen, erscheint mit etwas weit her geholt, wird aber im Film glaubwürdig dargestellt. Leider werden kaum Hintergründe bzw. irgendwelche Informationen über die Zerstörung der Erde bekannt.

Zur Handlung: Der Wissenschaftler Dr. Satnam Tsurutani bemerkt einen starken Anstieg der Erdkerntemperatur, diese Entdeckung teilt er dem Amerikanischen Wissenschaftler Adrian Helmsley mit, dieser wiederum informiert den Präsidenten der vereinigten Staaten. Nach einigen weiteren Forschungen stellt man fest das die tektonischen Platten der Erdkruste neu angeordnet werden. Während dieser Zeit wird die Erde unbewohnbar sein. Bei einer G8 Besprechung, wird eine Überlebensstrategie erstellt. Diese aber der Bevölkerung nicht mitgeteilt. Im Himalaja Gebirge werden riesige Boote gebaut, die einen Teil der Menschheit retten sollen aber nur besonders reiche Personen, die das Projekt mit finanzieren oder besondere Prominente dürfen aufs Boot, alle anderen sind dem Tode geweiht. Natürlich gibt es da wieder ein paar Leute die ihr Schicksal nicht akzeptieren wollen und trotz größter Schwierigkeiten dennoch aufs Boot wollen.

Einer von ihnen ist der erfolglose Schriftsteller Jackson Curtis, der mit seinen Kindern nur in Ruhe im Yellowstone National Park campen will und durch Zufall auf die Wahrheit stößt. Danach beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Erde beginnt bereits sich zu verändern.

Das kling zwar alles nicht so schlecht und ist zum Teil auch relativ spannend inszeniert dennoch wird man bei schauen das Gefühl nicht los alles schon einmal gesehen zu haben.

Fazit: Wenn man sonst nichts anderes zu tun und keine sonderlichen hohen Ansprüche hat kann man den Film ruhig im Kino anschauen alle anderen sollten lieber auf die Bluray warten.

Jennifer’s Body

megan fox jennifers bodyIch bin ja ein bekennender Fan von Horrorfilmen aller Art, deshalb schau ich mir auch fast alle neuen Filme dieses Genres an. Letzte Woche war Jennifer´s Body dran, ein sagen wir mal LowBudget Teenie Horror Film  von Karyn Kusama(die hat Æon Flux gemacht also nicht gerade eine Top Filmregisseurin) und der Drehbuchautorin Diablo Cody(ist mir unbekannt jedoch hat sie in der Szene einen relativ guten Ruf). Sie hat sogar für das Drehbuch von Juno(? nie gesehen) einen Oscar bekommen.  All das wäre eigentlich nichts besonderes, wenn da nicht Megan Fox die Hauptrolle spielen würde.  Um ehrlich zu sein nur aus diesem Grund hab ich mir den Film überhaupt angeschaut. Denn Teenie-Horror ist seit Scream und vor allem nach gefühlten zig tausend ähnlichen Filmen wie Ich weiß was du letzten Sommer getan hast, Düstere Legenden, Prom Night und so weiter einfach langweilig geworden. Zumal viele dieser Filme auf unbekannte Schauspieler setzten, ist Jennifers Body eine Ausnahme auf diesem Gebiet.

Jennifer’s Body basiert auf einem stimmigen und interessanten Drehbuch, die Story der Hauptfigur wird von einer Nebenfigur beleuchtet, was eine sehr erzählerische Gestaltung zur Folge hat. Dennoch ist die Story in der ein Mädchen fälschlicher Weise für eine Jungfrau gehalten wird und einem Dämon geopfert werden soll, die Sache aber leider schief geht weil sie unrein ist aber danach natürlich deshalb selbst zum Dämon wird und die Jungs ihrer Klassenstufe tyrannisiert, für einen 102 Minuten Film schon etwas wenig. Dennoch bleibt der Film bis zum Ende spannen.

Natürlich konnte Megan Fox in der Hauptrolle dieses Filmes voll und ganz überzeugen. Jedoch kann sie nicht einen ganzen Film allein tragen. Jennifer’s Body ist eigentlich ihre erste große Rolle in einem wirklich ernst zu nehmenden Film und dafür hat sie sich sehr gut geschlagen. Selbst in den Szenen wo sie hässlich und abgefuckt aussehen soll, ist sie immer noch verdammt heiß und wirkt um ein vielfaches glaubhafter als die hübsche Highschool Tussi.

Wer jetzt einen sonderlich brutalen Horrorfilm erwarte, den muss ich leider enttäuschen in Jennifer’s Body geht’s eher Blutlos zur Sache. Auch werden lediglich drei Mitschüler von Jennifer sagen wir mal verzehrt. Da kann man bei einem echten Horrorfilm schon etwas mehr erwarten.

Fazit: Jennifer’s Body kann vor allem durch die bezaubernde Megan Fox als Hauptfigur punkten. Alles andere ist einfach zu wenig für einen echten Horrorschocker. Dennoch für einen  lockeren Abend mit Freunden empfehlenswert.

Spritztour - Sex Drive

Spritztour, Sex driveEs gibt ja immer wieder Filme, die auf absolut abgedroschene Klischees setzten und dennoch sehr gut funktionieren. Ein aktueller Vertreter dieser Art ist die amerikanische Komödie Spritztour. Irgendwie war bei dem Film alles schon einmal da, denn die Macher haben sich zum Großteil von anderen Filmen wie American Pie oder Road Trip ich sag jetzt mal inspirieren lassen. Wenn auch neue Ansätze fehlen wurde wenigstens das eigentlich schon bekannte Material sehr gut dargestellt.

Im Film selbst geht es um die 18 jährige Jungfrau Ian Lafferty (Josh Zuckerman), der verzweifelt versucht seine Unschuld zu verlieren. Leider ist das für ihn gar nicht so einfach, da er ein echter Loser ist und sich nicht wirklich durchsetzten kann. Im Internet lernt er die attraktive Miss Tasty kennen, diese macht ihm ein Angebot das er nicht ablehnen kann. Mit seinem besten Freund Lance Johnson (Clark Duke) und der durchaus ansehnlichen Felicia Alpine(Amanda Crew) macht er sich auf den Weg. Leider lebt Miss Tasty im 9 Stunden entfernten Knoxville. Daher klaut Ian den 69er Pontiac GTO seines Bruders und startet auf eine abenteuerliche Spritztour quer durchs Land auf der das ein oder andere Missgeschick passiert.

Das alles klingt irgendwie sehr nach Road Trip, vor allem die nicht gerade originelle Botschaft, dass man für ein Mädchen nicht unbedingt 500 Meilen fahren muss, sondern auch der Weg das Zeil sein kann, ist mehr als abgedroschen. Dennoch kann Spritztour durch die besonders hohe Gagdichte überzeugen. Außerdem sind die Darsteller recht sympathisch und stellen den jeweiligen Charakter sehr gut dar. Am besten hat mir die Rolle des extrem sarkastischen Ezekiel (Seth Green), einem Amish den die Drei auf dem Weg zu Miss Tasty begegnen, gefallen.

Außerdem spielt Spritztour auf die Auswüchse des digitalen Zeitalters an, übertreibt aber auch ein wenig damit. Als Ian in einem Supermarkt Kondome kauft, sind bereits zehn Minuten später Fotos von ihm bei dieser Tätigkeit auf irgendeinem Blog zu sehen. Solche Szenarien tauchen immer wieder im Film auf und stehen im krassen Gegensatz zu dem Leben der Amish die ebenfalls im Film vorkommen.

Fazit: Spritztour ist ein netter Film im Stil von American Pie nur eben in die aktuelle Zeit portiert. Wenn man auf solche, ich sag College-Komödien, steht sollte man sich Spritztour auf jeden Fall ansehen. Alle die keinen Spaß verstehen oder denen das Niveau zu niedrig ist, sollten den Film wohl eher nicht schauen. Und allen anderen die mal richtig Lachen wollen lege ich Stiefbrüder ans Herz.

Public Enemies

Public EnemiesIst ein Spielfilm der das Leben(bzw. die letzten Monate) von John Dillinger darstellen soll. Dillinger war Anfang der 1930`er Jahren ein gefürchteter Bankräuber in den vereinigten Staaten. Er war der erste Mensch, der vom F.B.I. zum Staatsfeind Nr.1 erklärt wurde, doch unter der Bevölkerung galt er als eine Art moderner Robin Hood.

Also meiner Meinung nach ist das eine spitzen mäßige Story für einen Film und wenn dann noch Johnny Depp die Hauptrolle spielt sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Dennoch ist Public Enemies nicht überragend geworden, der Film ist langatmig, undurchsichtig und zum Teil echt langweilig. Woran das liegt ist schwer zu sagen, wahrscheinlich wurden einfach zu wenige Emotionen geweckt. Der Zuschauer war zu keinem Zeitpunkt auf der sprichwörtlichen Seite von Dillinger oder des F.B.I.`s. Und somit blieb ein Mitfiebern aus, obwohl Johnny Depp einen recht glaubwürdigen John Dillinger abgab. Ebenfalls keine schlechte Arbeit verrichtete Christian Bale, der als FBI-Beamte Melvin Purvis zu sehen ist.

Vor allem der Anfang ließ zu wünschen übrig, der Zuschauer wird mehr oder weniger ohne nennenswerte Informationen über John Dillinger oder dessen Bande, quasi im Regen stehen gelassen. Der Film startet am 13. Oktober 1933 als Dillinger nicht mal mehr ein Jahr zu leben hat. Kein Wer ist?, kein Was? und gleich gar kein Warum? Eine kurze Rückblende auf dessen Kindheit und Jugend hätten der Figur ein glaubwürdiges Gesicht gegeben. Nach genau diesem Prinzip funktionierten ja die meisten Biographischen Filme immer sehr gut. Als Beispiel bringe ich jetzt mal Blow, der ebenfalls aus dem Leben eines großen Gangsters berichtet und in dem ebenfalls Johnny Depp die Hauptrolle übernimmt. Blow schafft es den Zuschauer ab der ersten Minute mitzureisen, mit Public Enemies kann sich der Zuschauer dagegen nur schwer identifizieren.

Natürlich hat Michael Mann bei Public Enemies nicht alles verkehrt gemacht. Denn das komplette 30`er Jahre Set mit seiner unglaublichen Detailtreue konnte mich voll und ganz überzeugen. Die Actionszenen sind ebenfalls sehr gut dargestellt und wurden sogar teilweiße an den original Schauplätzen gedreht. Vor allem die Verfolgungsjagd quer durch einen nächtlichen Wald ist an dieser Stelle zu erwähnen, denn die Geschwindigkeit und die Kamerafahrten konnen durchaus überzeugen, erinnern vielleicht auch etwas an Mann`s bisher besten Film Heat.

Fazit: Bei Public Enemies macht Michael Mann genau die gleichen Fehler wie schon zuvor bei Miami Vice, zu wenig Emocion, zu wenig Story, zu wenig Hintergründe. Dennoch ist Public Enemies kein Totalausfall, da doch viel über das Leben in den 30siger Jahren perfekt dargestellt wird. Auch die Ationszenen müssen sich nicht verstecken. Trotzdem ist der Film nur etwas für Freunde von alten Autos und dem Amerika der dreißiger Jahre.

Dead Snow - Ein(s) Zwei Die

Dead SnowDas die Norweger einen sehr derben und schwarzen Humor haben dürfte durch den Film Dead Snow auch dem letzten bewusst werden. Der Norweger Tommy Wirkola bringt mit Dead Snow einen echten Splatter Kracher mit einen Schuss Humor in die heimischen Bluray Player. Ja leider wieder einmal eine Direkt to DVD Produktion, eigentlich sehr schade aber darauf werden wir uns wohl in der nächsten Zeit immer häufiger einstellen müssen.

Der Film handelt von einer Gruppe junger Medizinstudenten, die ihre Ferien in einer entlegenen Skihütte, irgendwo in den Bergen von Norwegen, verbringen möchten. Als sie einen wunderlichen alten Mann treffen, der ihnen Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg erzählt, lachen sie noch. Doch die schreckliche Wahrheit werden sie noch früh genug erfahren. Denn in dieser Gegend ist irgendetwas, irgendwo in den Wäldern, in denen der gefürchtete General Herzog einst die Bevölkerung terrorisierte. Richtig geraten es handelt sich um Nazizombies die sich auf einer ewigen Suche nach dem verschollenen Nazigold befinden und genau das haben die Freunde ganz aus Versehen gefunden. (und ich dachte immer Uwe Boll hätte das gefunden)

Dead Snow ist ein klassischer Splatter Film ähnlich wie “Tanz der Teufel” oder “Braindead“, es wird weder an Blut noch an gelegentlichen Enthauptungen oder abgetrennten Gliedmaßen gespart. Weiterhin erinnern auch einige Elemente an bekannte Horror Komödien wie „Shaun of the Dead” oder „Die Nacht der lebenden Looser”. Bei der Produktion handelt es sich um einen klassischen B-Movie also sollte man keine monströsen Effekte erwarten. Dennoch ist Dead Snow ein wirklich interessanter Film, denn Nazizombies sind mir bis jetzt noch nicht begegnet, außerdem legen die, doch in Deutschland recht unbekannten, Schauspieler eine ganz brauchbare Leistung an den Tag. Die Figuren sind allesamt eine Karikatur der Figuren aus anderen bekannten Horrorfilmen. Von naiven, gut aussehenden, blonden Dummchen bis zum Filmfreak, der ein Braindead T-Shirt trägt und Tanz der Teufel zitiert ist alles dabei.

Das Beste an Dead Snow ist eindeutig die zweite Filmhälfte, da es ab diesem Zeitpunkt so richtig zur Sache geht und sich der Schnee rot färbt.

Fazit: Dead Snow ist genau der richtige Film für alle Horror und Comedy Fans, die etwas für den Scharm eines B-Movies übrig haben. Und da es zur Zeit sowie so nichts anderes in der Richtung gibt (Ja! Wo bleibt eigentlich Lesbian Vampire Killers, der könnte auch etwas werden) gehört der Film zum Pflichtprogramm und außerdem was bitte kann an bösen Nazizombies in einem Horrorfilm so verkehrt sein.