Gesetz der Rache

Gesetz der RacheEs klingelt an der Tür, einmal, zweimal, der Tüftler Clyde Shelton öffnet, bekommt einen heftigen Schlag mit einem Baseballschläger und kann nur noch zuschauen wie seine Frau und seine Tochter vergewaltigt und abgestochen werden. Er überlebt und hofft auf einen fairen Prozess gegen die Mörder seiner Familie, doch es läuft anders als erwartet, sein Anwalt macht einen Deal wodurch nur einer der beiden Mörder zur Rechenschaft gezogen wird. Clyde Shelton versteht die Welt nicht mehr und ist auf Rache aus nicht nur an dem Mörder seiner Familie sondern an dem ganzen nicht funktionierenden Justizsystem.

Das klingt nach einem richtig guten Thriller und das ist Gesetz der Rache auch, ein Film der vom Anfang bis zum Ende spannend und unberechenbar bleibt. F. Gary Gray hat es geschafft einen wirklich sehr interessanten Film im Stil von 96 Hour zu drehen. Die Hauptrollen werden von Gerard Butler und Jamie Foxx dargestellt. Gerard Butler ist meiner Meinung nach die Idealbesetzung für Clyde Shelton da er vom ersten Augenblick an die Rolle des Wahnsinnigen , der mit allen sein Spiel spielt perfekt darstellen kann. Dennoch gewinnt er den Zuschauer für sich. Der Anwalt Jamie Foxx reagiert meiner Meinung nach etwas zu passiv, für eine Figur die auf der Abschussliste eines Verrückten ganz oben steht, darum wirkt die Figur auch etwas Unglaubwürdig.

Ein guter Thriller hat meiner Meinung immer neben der Story sehr gute Actionelemente auch hier kann Gesetz der Rache punkten, von Schießereien bis zu vernünftigen Explosionen ist alles dabei. Dennoch wäre auch hier noch etwas mehr möglich gewesen..

Trotz allem Lob schafft es Gesetz der Rache nicht solch eine düstere Atmosphäre wie beispielsweise Sieben aufzubauen. Auch mache Dialoge ziehen sich zum Teil ein wenig. Ebenfalls enttäuscht das Finale des Films etwas, da Clyde Shelton der ganz große Clou nicht gelingt, und das Ende schnell und relativ unerwartet auf einen zukommt. Da hätte man gut und gerne noch etwas mehr Dramatik rein packen können, um dem Film ein würdiges Ende zu gewähren.

Fazit: Gesetz der Rache ist ein sehr spannender und gut inszenierter Thriller, Gerard Butler ist nun auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen und leistet sehr gute Arbeit. Gesetz der Rache  kann man schon zu einen der wenigen Must-See Filme des Jahres 2009zählen, doch der absolute Must-See Film dieses Jahres ist natürlich Zombieland doch dazu später mehr.

2012

2012Roland Emmerich ist Katastrophengeil! Soviel ist mir seit seinem neusten Film 2012 klar, gut er hat ja bereits einige Filme dieser Art gedreht. Mit Independence Day, Godzilla und The Day After Tomorrow hat Emmerich ja bereits mehrmals sein Zerstörungstalent unter Beweis gestellt, doch bei 2012 muss dieses Mal die komplette Erde daran glauben. Wer jetzt einen Film erwartet in dem es dauernd nur kracht, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Die besten Szenen wurden eigentlich schon in den Trailern verheizt, übrig bleiben nur die üblichen Liebesgeschichten, Familien Wiedervereinigungen und eben der ganze andere Mist den man bei einem sonst so interessanten Katastrophenfilm wohl unbedingt braucht. –>ganz genau Mister Cameron ich blicke in deine Richtung.

Die Story um Sonnenaktivitäten die den Erdkern erhitzen und dadurch eine Veränderung der Erdkruste mit sich ziehen, erscheint mit etwas weit her geholt, wird aber im Film glaubwürdig dargestellt. Leider werden kaum Hintergründe bzw. irgendwelche Informationen über die Zerstörung der Erde bekannt.

Zur Handlung: Der Wissenschaftler Dr. Satnam Tsurutani bemerkt einen starken Anstieg der Erdkerntemperatur, diese Entdeckung teilt er dem Amerikanischen Wissenschaftler Adrian Helmsley mit, dieser wiederum informiert den Präsidenten der vereinigten Staaten. Nach einigen weiteren Forschungen stellt man fest das die tektonischen Platten der Erdkruste neu angeordnet werden. Während dieser Zeit wird die Erde unbewohnbar sein. Bei einer G8 Besprechung, wird eine Überlebensstrategie erstellt. Diese aber der Bevölkerung nicht mitgeteilt. Im Himalaja Gebirge werden riesige Boote gebaut, die einen Teil der Menschheit retten sollen aber nur besonders reiche Personen, die das Projekt mit finanzieren oder besondere Prominente dürfen aufs Boot, alle anderen sind dem Tode geweiht. Natürlich gibt es da wieder ein paar Leute die ihr Schicksal nicht akzeptieren wollen und trotz größter Schwierigkeiten dennoch aufs Boot wollen.

Einer von ihnen ist der erfolglose Schriftsteller Jackson Curtis, der mit seinen Kindern nur in Ruhe im Yellowstone National Park campen will und durch Zufall auf die Wahrheit stößt. Danach beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Erde beginnt bereits sich zu verändern.

Das kling zwar alles nicht so schlecht und ist zum Teil auch relativ spannend inszeniert dennoch wird man bei schauen das Gefühl nicht los alles schon einmal gesehen zu haben.

Fazit: Wenn man sonst nichts anderes zu tun und keine sonderlichen hohen Ansprüche hat kann man den Film ruhig im Kino anschauen alle anderen sollten lieber auf die Bluray warten.

Jennifer’s Body

megan fox jennifers bodyIch bin ja ein bekennender Fan von Horrorfilmen aller Art, deshalb schau ich mir auch fast alle neuen Filme dieses Genres an. Letzte Woche war Jennifer´s Body dran, ein sagen wir mal LowBudget Teenie Horror Film  von Karyn Kusama(die hat Æon Flux gemacht also nicht gerade eine Top Filmregisseurin) und der Drehbuchautorin Diablo Cody(ist mir unbekannt jedoch hat sie in der Szene einen relativ guten Ruf). Sie hat sogar für das Drehbuch von Juno(? nie gesehen) einen Oscar bekommen.  All das wäre eigentlich nichts besonderes, wenn da nicht Megan Fox die Hauptrolle spielen würde.  Um ehrlich zu sein nur aus diesem Grund hab ich mir den Film überhaupt angeschaut. Denn Teenie-Horror ist seit Scream und vor allem nach gefühlten zig tausend ähnlichen Filmen wie Ich weiß was du letzten Sommer getan hast, Düstere Legenden, Prom Night und so weiter einfach langweilig geworden. Zumal viele dieser Filme auf unbekannte Schauspieler setzten, ist Jennifers Body eine Ausnahme auf diesem Gebiet.

Jennifer’s Body basiert auf einem stimmigen und interessanten Drehbuch, die Story der Hauptfigur wird von einer Nebenfigur beleuchtet, was eine sehr erzählerische Gestaltung zur Folge hat. Dennoch ist die Story in der ein Mädchen fälschlicher Weise für eine Jungfrau gehalten wird und einem Dämon geopfert werden soll, die Sache aber leider schief geht weil sie unrein ist aber danach natürlich deshalb selbst zum Dämon wird und die Jungs ihrer Klassenstufe tyrannisiert, für einen 102 Minuten Film schon etwas wenig. Dennoch bleibt der Film bis zum Ende spannen.

Natürlich konnte Megan Fox in der Hauptrolle dieses Filmes voll und ganz überzeugen. Jedoch kann sie nicht einen ganzen Film allein tragen. Jennifer’s Body ist eigentlich ihre erste große Rolle in einem wirklich ernst zu nehmenden Film und dafür hat sie sich sehr gut geschlagen. Selbst in den Szenen wo sie hässlich und abgefuckt aussehen soll, ist sie immer noch verdammt heiß und wirkt um ein vielfaches glaubhafter als die hübsche Highschool Tussi.

Wer jetzt einen sonderlich brutalen Horrorfilm erwarte, den muss ich leider enttäuschen in Jennifer’s Body geht’s eher Blutlos zur Sache. Auch werden lediglich drei Mitschüler von Jennifer sagen wir mal verzehrt. Da kann man bei einem echten Horrorfilm schon etwas mehr erwarten.

Fazit: Jennifer’s Body kann vor allem durch die bezaubernde Megan Fox als Hauptfigur punkten. Alles andere ist einfach zu wenig für einen echten Horrorschocker. Dennoch für einen  lockeren Abend mit Freunden empfehlenswert.

Spritztour - Sex Drive

Spritztour, Sex driveEs gibt ja immer wieder Filme, die auf absolut abgedroschene Klischees setzten und dennoch sehr gut funktionieren. Ein aktueller Vertreter dieser Art ist die amerikanische Komödie Spritztour. Irgendwie war bei dem Film alles schon einmal da, denn die Macher haben sich zum Großteil von anderen Filmen wie American Pie oder Road Trip ich sag jetzt mal inspirieren lassen. Wenn auch neue Ansätze fehlen wurde wenigstens das eigentlich schon bekannte Material sehr gut dargestellt.

Im Film selbst geht es um die 18 jährige Jungfrau Ian Lafferty (Josh Zuckerman), der verzweifelt versucht seine Unschuld zu verlieren. Leider ist das für ihn gar nicht so einfach, da er ein echter Loser ist und sich nicht wirklich durchsetzten kann. Im Internet lernt er die attraktive Miss Tasty kennen, diese macht ihm ein Angebot das er nicht ablehnen kann. Mit seinem besten Freund Lance Johnson (Clark Duke) und der durchaus ansehnlichen Felicia Alpine(Amanda Crew) macht er sich auf den Weg. Leider lebt Miss Tasty im 9 Stunden entfernten Knoxville. Daher klaut Ian den 69er Pontiac GTO seines Bruders und startet auf eine abenteuerliche Spritztour quer durchs Land auf der das ein oder andere Missgeschick passiert.

Das alles klingt irgendwie sehr nach Road Trip, vor allem die nicht gerade originelle Botschaft, dass man für ein Mädchen nicht unbedingt 500 Meilen fahren muss, sondern auch der Weg das Zeil sein kann, ist mehr als abgedroschen. Dennoch kann Spritztour durch die besonders hohe Gagdichte überzeugen. Außerdem sind die Darsteller recht sympathisch und stellen den jeweiligen Charakter sehr gut dar. Am besten hat mir die Rolle des extrem sarkastischen Ezekiel (Seth Green), einem Amish den die Drei auf dem Weg zu Miss Tasty begegnen, gefallen.

Außerdem spielt Spritztour auf die Auswüchse des digitalen Zeitalters an, übertreibt aber auch ein wenig damit. Als Ian in einem Supermarkt Kondome kauft, sind bereits zehn Minuten später Fotos von ihm bei dieser Tätigkeit auf irgendeinem Blog zu sehen. Solche Szenarien tauchen immer wieder im Film auf und stehen im krassen Gegensatz zu dem Leben der Amish die ebenfalls im Film vorkommen.

Fazit: Spritztour ist ein netter Film im Stil von American Pie nur eben in die aktuelle Zeit portiert. Wenn man auf solche, ich sag College-Komödien, steht sollte man sich Spritztour auf jeden Fall ansehen. Alle die keinen Spaß verstehen oder denen das Niveau zu niedrig ist, sollten den Film wohl eher nicht schauen. Und allen anderen die mal richtig Lachen wollen lege ich Stiefbrüder ans Herz.

Public Enemies

Public EnemiesIst ein Spielfilm der das Leben(bzw. die letzten Monate) von John Dillinger darstellen soll. Dillinger war Anfang der 1930`er Jahren ein gefürchteter Bankräuber in den vereinigten Staaten. Er war der erste Mensch, der vom F.B.I. zum Staatsfeind Nr.1 erklärt wurde, doch unter der Bevölkerung galt er als eine Art moderner Robin Hood.

Also meiner Meinung nach ist das eine spitzen mäßige Story für einen Film und wenn dann noch Johnny Depp die Hauptrolle spielt sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Dennoch ist Public Enemies nicht überragend geworden, der Film ist langatmig, undurchsichtig und zum Teil echt langweilig. Woran das liegt ist schwer zu sagen, wahrscheinlich wurden einfach zu wenige Emotionen geweckt. Der Zuschauer war zu keinem Zeitpunkt auf der sprichwörtlichen Seite von Dillinger oder des F.B.I.`s. Und somit blieb ein Mitfiebern aus, obwohl Johnny Depp einen recht glaubwürdigen John Dillinger abgab. Ebenfalls keine schlechte Arbeit verrichtete Christian Bale, der als FBI-Beamte Melvin Purvis zu sehen ist.

Vor allem der Anfang ließ zu wünschen übrig, der Zuschauer wird mehr oder weniger ohne nennenswerte Informationen über John Dillinger oder dessen Bande, quasi im Regen stehen gelassen. Der Film startet am 13. Oktober 1933 als Dillinger nicht mal mehr ein Jahr zu leben hat. Kein Wer ist?, kein Was? und gleich gar kein Warum? Eine kurze Rückblende auf dessen Kindheit und Jugend hätten der Figur ein glaubwürdiges Gesicht gegeben. Nach genau diesem Prinzip funktionierten ja die meisten Biographischen Filme immer sehr gut. Als Beispiel bringe ich jetzt mal Blow, der ebenfalls aus dem Leben eines großen Gangsters berichtet und in dem ebenfalls Johnny Depp die Hauptrolle übernimmt. Blow schafft es den Zuschauer ab der ersten Minute mitzureisen, mit Public Enemies kann sich der Zuschauer dagegen nur schwer identifizieren.

Natürlich hat Michael Mann bei Public Enemies nicht alles verkehrt gemacht. Denn das komplette 30`er Jahre Set mit seiner unglaublichen Detailtreue konnte mich voll und ganz überzeugen. Die Actionszenen sind ebenfalls sehr gut dargestellt und wurden sogar teilweiße an den original Schauplätzen gedreht. Vor allem die Verfolgungsjagd quer durch einen nächtlichen Wald ist an dieser Stelle zu erwähnen, denn die Geschwindigkeit und die Kamerafahrten konnen durchaus überzeugen, erinnern vielleicht auch etwas an Mann`s bisher besten Film Heat.

Fazit: Bei Public Enemies macht Michael Mann genau die gleichen Fehler wie schon zuvor bei Miami Vice, zu wenig Emocion, zu wenig Story, zu wenig Hintergründe. Dennoch ist Public Enemies kein Totalausfall, da doch viel über das Leben in den 30siger Jahren perfekt dargestellt wird. Auch die Ationszenen müssen sich nicht verstecken. Trotzdem ist der Film nur etwas für Freunde von alten Autos und dem Amerika der dreißiger Jahre.

Dead Snow - Ein(s) Zwei Die

Dead SnowDas die Norweger einen sehr derben und schwarzen Humor haben dürfte durch den Film Dead Snow auch dem letzten bewusst werden. Der Norweger Tommy Wirkola bringt mit Dead Snow einen echten Splatter Kracher mit einen Schuss Humor in die heimischen Bluray Player. Ja leider wieder einmal eine Direkt to DVD Produktion, eigentlich sehr schade aber darauf werden wir uns wohl in der nächsten Zeit immer häufiger einstellen müssen.

Der Film handelt von einer Gruppe junger Medizinstudenten, die ihre Ferien in einer entlegenen Skihütte, irgendwo in den Bergen von Norwegen, verbringen möchten. Als sie einen wunderlichen alten Mann treffen, der ihnen Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg erzählt, lachen sie noch. Doch die schreckliche Wahrheit werden sie noch früh genug erfahren. Denn in dieser Gegend ist irgendetwas, irgendwo in den Wäldern, in denen der gefürchtete General Herzog einst die Bevölkerung terrorisierte. Richtig geraten es handelt sich um Nazizombies die sich auf einer ewigen Suche nach dem verschollenen Nazigold befinden und genau das haben die Freunde ganz aus Versehen gefunden. (und ich dachte immer Uwe Boll hätte das gefunden)

Dead Snow ist ein klassischer Splatter Film ähnlich wie “Tanz der Teufel” oder “Braindead“, es wird weder an Blut noch an gelegentlichen Enthauptungen oder abgetrennten Gliedmaßen gespart. Weiterhin erinnern auch einige Elemente an bekannte Horror Komödien wie „Shaun of the Dead” oder „Die Nacht der lebenden Looser”. Bei der Produktion handelt es sich um einen klassischen B-Movie also sollte man keine monströsen Effekte erwarten. Dennoch ist Dead Snow ein wirklich interessanter Film, denn Nazizombies sind mir bis jetzt noch nicht begegnet, außerdem legen die, doch in Deutschland recht unbekannten, Schauspieler eine ganz brauchbare Leistung an den Tag. Die Figuren sind allesamt eine Karikatur der Figuren aus anderen bekannten Horrorfilmen. Von naiven, gut aussehenden, blonden Dummchen bis zum Filmfreak, der ein Braindead T-Shirt trägt und Tanz der Teufel zitiert ist alles dabei.

Das Beste an Dead Snow ist eindeutig die zweite Filmhälfte, da es ab diesem Zeitpunkt so richtig zur Sache geht und sich der Schnee rot färbt.

Fazit: Dead Snow ist genau der richtige Film für alle Horror und Comedy Fans, die etwas für den Scharm eines B-Movies übrig haben. Und da es zur Zeit sowie so nichts anderes in der Richtung gibt (Ja! Wo bleibt eigentlich Lesbian Vampire Killers, der könnte auch etwas werden) gehört der Film zum Pflichtprogramm und außerdem was bitte kann an bösen Nazizombies in einem Horrorfilm so verkehrt sein.

Final Destination 4

Final Destination 4So nun haben wir wieder einmal eine Fortsetzung der Fortsetzung, der Fortsetzung des Originals in den Kinos. Normalerweise werden diese vierten oder fünften Teile immer als Direkt to DVD/VHS herausgebracht aber dafür hat Final Destination zu viele Freunde. Mit anderen Worten, in Hollywood brauchte jemand Geld und hatte keine Lust, sich etwas Eigenes einfallen zu lassen. Das Problem an solchen Fortsetzungen ist, dass man eine Geschichte eben nur ein oder zwei Mal spannend erzählen kann. Alles andere was danach kommt und keine neuen Ansätze mitbringt, ist einfach nur noch Langweilig. Viele Serien versuchen mit dem vierten Teil eine neu Story zu erzählen, um das Ganze aufzulockern, The Final Destination leider nicht. Der vierte Teil macht genau das selbe wie Teil 1 bis 3.

Den ersten Teil der Serie fand ich ehrlich gesagt richtig gut, die Geschichte durchaus glaubhaft, die Effekt für die Zeit auch überzeugend und der Ansatz des Films war vollkommen neu. Das interessante war das sich jeder irgendwie mit dieser Geschichte identifizieren konnte, dass machte den Film zu einem echten Horrorfilm. Der zweite Teil knüpfte an den ersten Teil an und versuchte einige Hintergründe zu beleuchten. Das gelang auch ganz gut, doch die Anfangssequenz, der Autounfall, war schon unglaubwürdiger. Dafür sahen die „Unfälle” deutlich besser und realistischer aus. Der dritte Teil machte genau das gleiche wie Teil zwei nur schlechter. Denn ein Achterbahnunfall der so vielen Menschen das Leben kostet ist definitiv unrealistisch.

So und der vierte Teil der Final Destination Serie legt in Sachen Unglaubwürdigkeit noch eine Schippe darauf. Ein riesiges Stadion das während eines Autorennens einfach zusammenfällt? Bitte, wieso nicht gleich ein Zeppelin Unglück oder eine Konzerthalle die während eines Britney Spearce Konzertes, durch die Hämmernden Metallgitarren zum Einsturz gebracht wird. Auch die Dialoge sind mittlerweile schon dermaßen abgedroschen, dass man es kaum erwarten kann, bis die nächste Figur ins Gras beißt. Ach noch was, dieser prolo Typ ist doch genau der selbe Charakter wie in Bay’s Freitag der 13te, oder?

Warum man sich Final Destination 4 dennoch anschauen sollte, sind die bizarren und super inszenierten Todesfälle. Wer kein Blut sehen kann ist hier natürlich falsch(du Weichei), doch wer schon immer einmal sehen wollte, was passiert wenn es einen Menschen in eine Rolltreppe zieht, ist bei Final Destination gut aufgehoben. Durch die 3D Effekte wird der ganze Spaß natürlich noch einmal gesteigert. Viel mehr hat der Film zwar nicht zu bieten aber was soll’s, der Name, die Unfälle und die 3D Technik - ich war schon bei langweiligeren Filmen im Kino.

Fazit: Wer auf eine gut erzählte Geschichte und schauspielerische Höchstleistungen verzichten und sich von ein paar guten Splatterszenen unterhalten lassen kann ist hier richtig. Dabei hätte ich mir doch einen Film gewünscht, der mehr Hintergründe oder auch nur irgendetwas Neues gebracht hätte und dazu natürlich die Splatterszenen. Naja vielleicht gibt es in zehn Jahren ja mal ein vernünftiges Remake bzw. eine Neuinterpretation.

District 9

District 9Science-Fiction ist das Wort, bei dem sich bei den meisten Frauen die Nackenhaare aufstellen. Dieses Genre sei unrealistisch und immer übertrieben dargestellt, so ist zumindest die gängige Meinung. Bei Science-Fiction denken viele sofort an Trekkies, Außerirdische und das Weltall. Dem Regisseurs Neill Blomkamp waren diese Vorurteile wahrscheinlich gut bekannt, deshalb hat er seinen Sci-Fi Film District 9 so realistisch wie möglich dargestellt.

In dem Film geht es wie nicht anders erwartet um Aliens, diese sind im Jahre 1982 mit ihrem riesigen Raumschiff über Johannesburg stehen geblieben. Nachdem die Menschheit drei Monate auf ein Zeichen gewartet hatte, entschlossen sie sich in das Raumschiff vorzudringen. Im inneren fanden sie 1 Million insektenartiger Aliens, die sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befanden. Die Aliens wurden vorübergehend in einer Notunterkunft untergebracht, dem District 9. Dieses entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem riesigen Ghetto, mit Gewalt, Drogen und Korruption. 28 Jahre später sollten die mittlerweile 1,8 Million Außerirdischen umgesiedelt werden, da sie von den Bewohnern von Johannesburg nicht länger geduldet werden. Dafür wird ein privates Sicherheits- und Militärunternehmen angeheuert, deren Verantwortlicher Wikus van de Merwe (Sharlto Copley) mit dieser Situation etwas überfordert ist. Als Wilkus District 9 räumen will, kommt er mit einer mysteriösen Flüssigkeit in Kontakt und verwandelt sich langsam in einen Alien.

Von einem Tag auf den anderen ist Wikus van de Merwe der wichtigste Mensch auf der Erde, da sich seine DNA verändert hat und er nun Alienwaffen abfeuern kann. Da die Regierung mit ihm Experimente durchführen will, flieht er in District 9 um sich zu verstecken und den Geschehnissen auf den Grund zu gehen.

Die Aliens werden in diesem Film ganz anders dargestellt als das normalerweise üblich ist. Sie wollen weder die Erde überfallen um an ihre Schätze zu kommen, noch sind sie in irgendeiner Form hilfreich für die Menschheit. Die Menschen mögen die Aliens nicht und behandeln sie auch so. Es ist kein Zufall, dass der Film gerade in Johannesburg spielt. Neill Blomkamp will damit auf die schrecklichen Verhältnisse in Kriegsgeplagten Afrika aufmerksam machen. Denn einige Flüchtlinge werden ähnlich wie die unerwünschten Gäste aus dem All behandelt.

Der Stil diese Filmes ist in erster Linie dokumentarisch dargestellt und erinnert ein weinig an Cloverfield, da Bloomkamp viele Einstellungen im Handkamerastiel filmt. Die naturnahen und fotorealistisch computergenerierten Effekte sind sehr überzeugend und Zeitgemäß dargestellt. Sehr überraschend, denn der Film entstand mit einem Budget von 30 Millionen Dollar, was für einen Science-Fiction-Film eigentlich ein Witz ist. Nur Mal zum Vergleich Michael Bay hat für Transformers 2 genau 196 Millionen ausgegeben. Die Frage, ob damit Megan Fox für gewisse andere Dienstleistungen bezahlt wurde, lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen.

Fazit: District 9 ist der erste richtige Sci Fi Blogbuster des Jahres, nachdem Transformers ja mehr oder weniger ein Flop war.  Die interessante Story, die gut animierten Effekte  und schließlich die Führung von Peter Jackson haben das alles möglich gemacht.

Reaper - Ein teuflischen Job

Reaper - Ein teuflischen JobSo heute möchte ich euch mal wieder eine beliebte TV Serie vorstellen. Leider wurde diese in den Vereinigten Staaten bereits abgesetzt und auch bei uns läuft sie momentan nicht mehr. Es handelt sich um die amerikanische Serie Reaper - Ein teuflischer Job, produziert von Tara Butters und Michele Fazekas. Das sind zumindest für mich zwei unbekannte aber als kreativer Berater war kein geringerer als Kevin Smith zuständig, weiterhin übernahm Smith auch die Regie der Pilotfolge. Demzufolge ist die Serie vor allem durch schwarzen Humor geprägt.

Bei Reaper - Ein teuflischer Job geht es um Sam Oliver, gespielt von Bret Harrison, einem typischen Loser. Er brach das College ab, arbeitet als Hilfskraft in einem Baumarkt, und verbringt seine Freizeit vor allem mit Videospielen und herumlungern. An seinem 21. Geburtstag ist mit alldem plötzlich Schluss. Sam erfährt, dass seine Eltern Sam´s Seele vor seiner Geburt an den Teufel verkauft haben. Ab sofort gehört Sam rein technisch gesehen dem Teufel und muss alles tun was dieser befiehlt. Der Teufel, gespielt von Ray Wise, setzt Sam als eine Art Seelenjäger ein. Denn hin und wieder kommt es vor das Seelen aus der ewigen Verdammnis die Flucht gelingt, und genau diese Seelen soll Sam wieder einfangen.

Dazu benutzt er jedes Mal ein anderes Gefäß, vom Staubsauger bis hin zur Machete ist alles dabei. Die Gefäße werden von Mal zu Mal ausgefallener, meist weiß Sam gar nicht wie er sie zu benutzen hat.

Bei der Jagt auf die entflohenen Seelen wird Sam von seinen besten Freunden Bert „Sock” Wysocki und Ben Gonzalez unterstützt. Während Ben, gespielt von Rick Gonzalez, eher den ruhigeren Latino darstellt, der sich nicht so richtig in die Welt einfügen kann. Ist Sock(Tyler Labine) der dicke, laute, aufgedrehte Typ, der jedem irgendwie bekannt vorkommt. Dazu kommt noch die bezaubernde Andi Prendergast, gespielt von Missy Peregrym, eine Angestellte des Baumarktes und später Sams Freundin.

Die Serie Reaper konnte mich vor allem durch ihren schwarzen Humor begeistern. Die witzigen und teilweise schrägen Sprüche des Teufels sind einfach genial. Auch die Slapstik Komik für die vor allem Sock zuständig ist eine nette Abwechslung zu anderen bekannten Serien. Und vor allem ist Reaper nicht so überzeichnet wie zum Beispiel Eureka, Fringe oder Heros. Klar kann man bei einer Tv Serie jetzt nicht die besten und neusten Effekte erwarten aber darauf kommt es auch nicht an, Reaper funktioniert einfach wie es ist. Nur Schade das die Serie abgesetzt wurde, wahrscheinlich weil viele ein Problem mit den Scine Fiktion hintergründen haben, oder weil eine Geschichte in der, der Teufel quasi die Hauptrolle spielt bei so religiösen Typen nicht besonders gut ankommt. Wer weis? Vielleicht besinnen sich die Macher ja doch noch und produzieren eine dritte Staffel. Während dessen schau ich mir noch die 2. Staffel zu Ende an.

Fazit: Wer auf schwarzen Humor steht und auch Ghostbusters mochte ist hier richtig oder sollte zumindest mal reinschauen natürlich nur wenn die Serie wieder ausgestrahlt wird. Aber ich denke Pro Sieben wird die restlichen Folgen demnächst noch zeigen, sie haben ja mitten in der Staffel aufhört was ich ganz ehrlich eine Frechheit halte.

Drag me to Hell

drag-me-to-hellWer kann sich noch an Sam Raimi erinnern. Ja ich weiß der hat die Spiderman Filme gemacht aber Jahre zuvor konnte er richtig gute Horrorfilme unter seinem Namen verbuchen. Und bei diesem Thema ist er nun auch wieder gelandet. Zum Glück denn man merkt sofort das er genau auf diesem Gebiet einer der ganz Großen ist.

Drag me to Hell wurde schon vor 10 Jahren geplant konnte aber wegen den Spiderman Filmen erst jetzt umgesetzt werden. Lieber später als nie. Der Film handelt von einem Mädchen, welches bei einer Bank arbeitet, einen festen Freund und eine Katze hat. Eigentlich hat sie ein sehr gutes Leben, bis zu dem Tag als sie einer alten Zigeunerin einen Kredit verwehrt. Diese belegt sie mit einem Fluch so das sie innerhalb von 3 Tagen von einer Ziegenähnlichen Kreatur in die Hölle geholt wird. Davor wird sie natürlich von dieser Kreatur belästigt.

Die Hauptrolle wird von der jungen Schauspielerin Alison Lohman dargestellt. Und sie passt für die Rolle wie kaum eine andere. Die männliche Hauptrolle wird von Justin Long (bekannt aus Jeepers Creepers) gespielt. Auch er leistet als Freund der Hauptdarstellerin sehr gute Arbeit, auch wenn er den braven Streber darstellt.

Bei einem Horrorfilm kommt es nun mal auf gruselige und zum Teil auch eklige Szenen an. Die meisten aktuellen Horrorfilme legen darauf so gut wie keinen Wert mehr. Man sieht nur noch wie duzende von Leuten durch ein Messer, eine Machete oder eine Axt niedergemetzelt werden. Das ist doch immer das Selbe und hat für mich schon fast gar nichts mehr zu bieten. Ganz anders ist hier Drag me to Hell, im Stiel von Tanz der Teufel legt der Film viel Wert auf kurze Schockmomente und teilweise echt eklige Szenen. Richtig erfrischend endlich mal wieder etwas anderes zu sehen.

Drag me to hell bleibt vom Anfang bis zum End spannen und lässt keine Langeweile aufkommen und vor allem das Ende ist super gelungen. Ganzgenau so muss ein Horrorfilm enden. Bei der Produktion wurde viel mit Pupen und Masken gearbeitet und weniger mit modernen Computereffekten, das finde ich zur Abwechslung sehr schön aber mittlerweile ist man auch etwas von der modernen Technik verwöhnt und darum wirken manche Szenen etwas altbacken.

Fazit: Darg me to Hell ist eine Horrorfilm der alten Schule und für alle Fans von klassischen Horrorfilmen ala Tanz der Teufel oder Braindead ein muss. Sam Raimi ist wieder dort gelandet wo er auch eigentlich hin gehört. Vielleicht gelingt anderen dieser Schritt auch, jawohl Peter Jackson ich blicke in deine Richtung!